Verbindung von B 71 und B 4 / Ortsbürgermeister: „Jetzt Pflöcke einschlagen“

Zweite Ortsumgehung für Uelzen im Gespräch

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Mit der B 71 rollt der Ost-West-Verkehr durch die Stadt Uelzen. Die Südspange könnte das ändern.

Uelzen. Die Idee ist nicht neu – doch angesichts der Möglichkeit, dass das Bundesverkehrsministerium womöglich in der kommenden Woche dem Bau der A39 höchste Priorität zumisst, nimmt auch die Diskussion um eine „Südspange“ für Uelzen wieder an Fahrt auf.

Die Trasse würde die Bundesstraße 71 aus Richtung Soltau kommend mit der B 4 verbinden. Der Ost-West-Verkehr, der bislang noch die Stadt belastet, könnte damit um Uelzen herumgeführt werden. Das wäre aus Sicht Uelzens umso wichtiger, als – so die Erwartung – mit dem Bau der A 39 als Nord-Süd-Trasse auch der Ost-West-Verkehr zunehmen wird.

Eine Brücke müsste über die Gerdau geschlagen werden, auch die Bahntrasse wäre für die Südspange zu überbauen. Das bedeutet erhebliche Baukosten. „Das ist kein Projekt, das sofort umgesetzt werden kann“, sagt Karsten Jäkel, Ortsbürgermeister für Hansen und Veerßen. Durch beide Orte führt die B 71 und damit der Ost-West-Verkehr. Es sei jetzt an der Zeit, die ersten Pflöcke für die Südspange einzuschlagen. Nicht nur, weil eine Bewertung der A 39 ansteht. Zurzeit arbeitet der Landkreis Uelzen an einem neuen Regionalen Raumordnungsprogramm. Vereinfacht gesagt: Das Programm kann als Plan verstanden werden, wie sich Gebiete im Landkreis entwickeln sollen und für was sie genutzt werden können. Das Projekt „Südspange“ wird in dem Programm-Entwurf erwähnt. Die Realisierung der Verbindung sei vordringlich, heißt es. Aus Sicht der Stadt ist es mit diesem Satz jedoch nicht getan. Für eine solche Trasse sind Flächen nötig. Damit keine Entscheidungen getroffen werden, die einen späteren Bau der Straße verhindern, muss auch der Verlauf der Verbindung festgehalten werden. Die Stadt drängt auf eine zeichnerische Darstellung der Trasse.

Von Norman Reuter

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