Der zweite Frühling des Wawel

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Zwischen Krakau und Hamburg verkehrt sechs Mal wöchentlich der Wawel – und steuert dabei auch Uelzen und Berlin an.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Nur fünf Waggons, ein Bordbistro gibt es nicht, massive Verspätungen sind an der Tagesordnung: Der Eurocity Wawel, Uelzens einzige Direktverbindung von und nach Berlin, ist derzeit nur noch ein Schatten seiner ersten Fahrt-Jahre.

Doch Bahnchef Rüdiger Grube macht Reisenden Hoffnung, dass sich die Situation bald bessert: Sobald die Generalüberholung von derzeit 1500 IC-Wagen es zulässt, solle die ursprünglich geplante Wagenkapazität auf dieser Strecke zur Verfügung gestellt werden, erklärte Grube jetzt in einem Gespräch mit dem Uelzener CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte. Der Eurocity Wawel verkehrt zwischen Hamburg und Krakau und steuert dabei auch Uelzen an – die Verbindung wird auch von Pendlern von und nach Stendal und Salzwedel gern genutzt. Diese so genannte „Amerika-Linie“, die nach der Deutschen Vereinigung nur eingleisig ausgebaut wurde, war ein weiteres Thema zwischen Grube und Otte. Denn ursprünglich war für dieses Projekt Deutsche Einheit auch ein zweites Gleis zwischen Uelzen und Stendal geplant, dort in der Altmark besteht dann ein Übergang zur Schnellstrecke Hannover-Berlin. Die Frage des zweiten Gleises werde derzeit vom Verkehrsministerium eingehend geprüft, erklärte der Bahnchef. Die Bahn empfehle dringend den Bau, um eine bessere Ostanbindung zu bekommen. Auch die Bahnstrecke Uelzen-Braunschweig nach dem Aus für die Regio-Stadtbahnlinie sprach Otte an. Hier liegen die Hoffnung auf einer Taktverbesserung entsprechend des Nahverkehrsprogramms 2013+ der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen

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