Metronom-Zugführer melden Unfälle, bei denen junge Männer sterben

Zwei Tote am Bahngleis

Emmendorf/Harburg. Gleich zwei Tote forderten offensichtlich Unglücksfälle auf der Bahnlinie Uelzen-Hamburg an diesem Wochenende.

So hatte der Zugführer eines Metronoms am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr im Bereich der Gleisstrecke bei Emmendorf auf freier Strecke plötzlich einen Aufprall bemerkt. Der Metronom-Führer brachte den Zug mit einer Schnellbremsung zum Stehen und informierte umgehend den Notfallmanager der Deutschen Bahn AG. Die Bahnstrecke wurde gesperrt, die Polizei fand schließlich einen Leichnam in dem betreffenden Bereich.

„Aufgrund von Papieren konnte der Tote mutmaßlich identifiziert werden“, informiert gestern Abend Polizei-Sprecher Kai Richter. Bei dem Toten soll es sich um einen 21 Jahre alten pakistanischen Mann handeln, laut Polizei vermutlich einen Flüchtling. „Die Ermittler gehen aktuell von einem Unglücksfall aus und halten es für wahrscheinlich, dass sich der Mann zu Fuß im Gleisbereich bewegte“, sagt Richter. Hinweise auf einen strafrechtlichen Hintergrund gebe es aktuell nicht. Die weiteren Ermittlungen und Identifizierungsmaßnahmen dauern an.

Bereits am Sonnabend, ebenfalls am frühen Morgen gegen 7.50 Uhr, hatte wiederum ein Metronom-Zugführer auf dem Weg von Uelzen nach Hamburg vor der Einfahrt nach Harburg einen Toten am Bahngleis entdeckt. Alarmierte Bundespolizisten fanden schließlich auf Höhe der Wasmerstraße eine männliche Leiche, die Verletzungen am Kopf und an einem Bein aufwies. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich hier um einen 18-jährigen algerischen Staatsangehörigen.

Aufgrund der Spurenlage und erster Informationen des Instituts für Rechtsmedizin wird ein Gewaltverbrechen ausgeschlossen und auch in diesem Fall von einem Unfall ausgegangen. Für den Bergungseinsatz mussten Güter- und Fernbahngleise für rund eine Stunde gesperrt werden. 32 Züge waren verspätet.

Von Ines Bräutigam

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Ph. Schulze

Mehr zum Thema

Kommentare