Zwei Tage bis zum Open Air: Knapp 100 Arbeiter für Aufbau von Bühne und Gastronomie im Einsatz / Sechs Lkws liefern Material

Bühne frei für die Ärzte: Aufbau in vollem Gange

+
Das Grundgerüst steht bereits, als nächstes werden die Seitenpfeiler montiert. Laut Ulrich Gustävel sind knapp 100 Arbeiter mit dem Aufbau der Bühne und der Gastronomie beschäftigt.

Uelzen. Langsam rollt ein voll beladener Lkw durch die Einfahrt zum Albrecht-Thear-Gelände, mehrere Arbeiter und Sicherheitskräfte in neonfarbenen Westen weisen dem Fahrer souverän den Weg durch das Getümmel auf dem Show-Gelände.

Maschinen surren im Hintergrund, Motoren brummen, Werkzeuge fallen klirrend zu Boden. Es ist 9 Uhr am Mittwochmorgen und die Aufbauarbeiten zum Ärztefestival sind bereits in vollem Gange.

Etwa sechs 40-Tonner erwartet Mitveranstalter Ulrich Gustävel von der Jabelmann-Halle an diesem Tag allein für die Bühne und das Equipment. Zusätzlich sind vier Gabelstapler zum Entladen der Fahrzeuge auf dem Gelände unterwegs. „Und heute Nachmittag kommt ein Kran, der die lasttragenden Teile auf die Unterkonstruktion hebt“, kündigt Gustävel an. Diese Unterkonstruktion lässt sich in der Mitte des Geländes an der Albrecht-Thaer-Straße zu diesem Zeitpunkt bereits erahnen.

Hat die Übersicht beim Bühnen-Aufbau: Jan Meyer.

Auf dem Gerüst am Boden balancieren Arbeiter gekonnt von A nach B, stecken einzelne Stangen ineinander und befestigen diese anschließend mit Werkzeugen – alles unter den wachsamen Augen von Gerüstbau-Chef Andy Binz. „Die Spielfläche ist knapp zwanzig Meter breit, aber insgesamt hat sie eine Breite von sage und schreibe 43,50 Meter“, erklärt Binz. Seit 8 Uhr morgens seien er und seine Crew von der Bühnenbau-Firma eifrig am Montieren. Zum Team gehört auch Jan Meyer. Er organisiert den Aufbau der sogenannten Tower, also den seitlichen Stützpfeilern. Gerade beobachtet er, wie von einem der sechs Lkw die ersten Pfeiler-Pakete abgeladen werden. Anschließend, erklärt er zum weiteren Vorgehen, würden die bis zu 5,60 Meter langen Pfähle am Boden der Länge nach sortiert. Sogenannte „Scaffer“, Monteure, die bei Arbeiten ab 2,50 Metern aufwärts zum Einsatz kommen, verbinden diese später mit Bolzen aus Vollstahl in bis zu 20 Metern Höhe.

„Der Plan ist, in zweieinhalb Tagen alles fertig zu haben, aber ich denke, wir sind morgen so weit, dass das Gerüst fertig ist“, gibt sich Meyer optimistisch und fügt an: „Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.“

Alles nach Plan läuft auch beim Aufbau der Schankanlagen etwas abseits der Bühne. Hartmut Hanke, Elektriker der Jabelmannhalle, steht hinter der Theke – einer der ersten von insgesamt elf Bierwagen – und bespricht mit Mitarbeitern der Stadtwerke das weitere Vorgehen. Ihre Ziel heute: Die Bierwagen an die 13 Stromverteiler anzuschließen.

„Im Moment arbeiten knapp 100 Leute am Aufbau der Bühne und der Gastronomie“, sagt Ulrich Gustävel und ist zuversichtlich, die Bühnen-Arbeiten noch im Laufe des heutigen Tages abschließen zu können. Das glaubt auch Andy Binz und beruft sich dabei auf Erfahrungen von vergangenen Ärzte-Konzerten. Mit seinem Team war der Gerüst-Chef nämlich bereits beim Auftritt der Band in der Hauptstadt vergangene Woche dabei. „Berlin war super“, schwärmt er. „Und es ist bestimmt auch ein enthusiastisches Publikum in Uelzen. Bestimmt, die Ärzte kommen immer gut an.“

Mehr zum Thema

Kommentare