Neue Modelle zur Schließung von Veerßen und Molzen sowie Ganztagsbetrieben

Zwei Schulen vor dem Aus?

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Die Grundschulen in Veerßen und Molzen könnten bald leere Klassenzimmer haben.

Uelzen. Das Aus für die Grundschulen Veerßen und Molzen soll neu diskutiert werden. Das schlägt eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Politik, Schulleitungen, Stadtelternrat und Stadtverwaltung vor.

Die Schließung der beiden Grundschulen, während die Sternschule und die Grundschule Oldenstadt auf den Ganztagsbetrieb umgestellt würden, wurde als vorrangigste von sieben Varianten erarbeitet, die am 10. Juli um 16. 30 Uhr im städtischen Schulausschuss vorgestellt und am 21. Juli um 18 Uhr im Rathaus bei einer Einwohnerversammlung öffentlich diskutiert werden sollen.

Ein weiteres Modell sieht zusätzlich die Schließung der Grundschule Holdenstedt vor, dann würden alle verbleibenden Grundschulen – außer dem Standort Westerweyhe – auf den Ganztagsbetrieb umgestellt werden. Westerweyhe hingegen könnte aufgrund der hohen Kinderquote im Ortsteil einen Anbau erhalten.

Bei der Entscheidung, die der Stadtrat voraussichtlich im Oktober oder Dezember treffen wird, wird noch ein weiterer Aspekt berücksichtigt: An der Grundschule Veerßen sind in diesem und im nächsten Jahr Investitionen in Höhe von bis zu 170 000 Euro in Brandschutz und eine Elektroinstallation notwendig. Die ersten Arbeiten für 34 750 Euro müssten noch in diesem Sommer durchgeführt werden.

Die Zahl der Uelzener Grundschüler sinkt innerhalb der nächsten sechs Jahre voraussichtlich von 1250 auf 1000 Kinder, erklärt der Erste Stadtrat Jürgen Markwardt. Zum Vergleich: Die Menge der dann fehlenden Grundschüler kommt demnach der Zahl an Erst- bis Viertklässlern gleich, die derzeit die Hermann-Löns-Schule besuchen. Daher ist für Markwardt klar, dass nicht mehr alle Grundschulgebäude in Uelzen komplett ausgelastet sein werden. Dennoch finden sich unter den Varianten auch Möglichkeiten, nach denen die Standorte Molzen und Veerßen einzügig erhalten bleiben, solange mindestens 13 Schüler eingeschult werden.

In der Diskussion gehe es um eine Verbesserung der Qualität durch die Einführung von Ganztagsschulen. Nach einer Umfrage bei niedersächsischen Schulträgern würden rund 35 Prozent der Kinder den Ganztagsbetrieb wahrnehmen – „die Tendenz ist steigend“, so Markwardt.

Von Diane Baatani

Einen weiteren Artikel zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der AZ.

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