Stadtrat stellt Entscheidung über Erweiterung der Einzugsgebiete für Molzen und Veerßen zurück

Zwei Uelzener Grundschulen in der Warteschleife

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Die Grundschule Veerßen ist von der Schließung bedroht – eine Erweiterung ihres Einzugsgebietes ist fraglich.

Uelzen. Die Grundschulen Molzen und Veerßen müssen weiter um ihre Zukunft bangen. Der Stadtrat vertagte auf seiner jüngsten Sitzung eine Entscheidung, ob für die beiden Schulen die Schulbezirke erweitert werden sollen.

Die Ortsräte hoffen auf diese Weise mehr Erstklässler zu gewinnen und eine Schließung verhindern zu können (AZ berichtete).

Allerdings erscheint es ungewisser denn je, ob die Stadtpolitik die Einzugsgebiete vergrößert. Denn zum einen wäre das mit nicht unerheblichen Kosten in der Schülerbeförderung verbunden, zum anderen segnete der Stadtrat jetzt eine Änderung der Schulbezirkssatzung ab, in der die Schulbezirke ebenfalls ausdrücklich festgeschrieben sind – für Veerßen sind dies die Ortsteile Veerßen und Hansen, sowie aus der Kernstadt die Südstraße; für Molzen die Ortsteile Molzen, Masendorf, Riestedt und Woltersburg. Ebenfalls zurückgestellt wurde ein Antrag der Grundschule Molzen auf eine kostenlose Nachmittagsbetreuung.

Veerßen und Molzen sollen im Gegensatz zu den übrigen sechs Grundschulen keine Ganztagsschulen werden. Dieser Entscheidung vorausgegangen war ein Streit quer durch die Stadtpolitik. Vor allem aus den Ortsteilen gab es heftige Widerstände seitens der Ratsmitglieder. Denn beiden Schulen droht bei wegbrechenden Anmeldezahlen das Aus. So haben sich für das kommende Schuljahr lediglich vier Erstklässler für Molzen angemeldet.

Von Thomas Mitzlaff

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