Zusammenarbeit auf Eis gelegt

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Rassismus-Vorwürfe bei Party: Organisatoren distanzieren sich von Sicherheitsdienst

tm Uelzen. „Wir verurteilen dies auf das Schärfste und bitten die Leute, die darunter leiden mussten, aufrichtig um Entschuldigung.“ Sechs Tage nach den Vorfällen bei der Einlasskontrolle zur Abi-Vorfreude-Party in der Stadthalle ging gestern die seit Tagen angekündigte schriftliche Stellungnahme des Veranstalters ein.

„Geile Feier.de“, das im Auftrag von Schülern des Herzog-Ernst-Gymnasiums die Fete organisiert hatte, betont darin, dass es natürlich nicht sein könne, „dass Personen oder auch Gruppen aufgrund ihrer Nationalität oder ethnischem Hintergrund der Zutritt zu einer Party verwehrt werden darf“. Türsteher hatten, wie berichtet, dies mit der Äußerung „heute keine Ausländer“ getan. „Wir haben dem beauftragten Sicherheitsunternehmen mitgeteilt, dass bis zur Aufklärung der Vorfälle die langjährige Zusammenarbeit erst dann wieder fortgesetzt werden kann, wenn nachvollziehbare Schritte aufgezeigt werden, wie das Unternehmen die vorgeworfene Vorgehensweise für die Zukunft zuverlässig verhindern will“, teilt Jörn Harms für „Geile Feier.de“ mit. Und weiter: Es sei lediglich darum gegangen, die Party friedlich und sicher zu gestalten. „Dies sollte durch die verschärften Einlasskriterien und den konsequenten Ausschluss von bestimmten Personen und Personengruppen, welche in der Vergangenheit negativ in Erscheinung getreten sind, realisiert werden.“ Zwar werde das am Einlass eingesetzte Sicherheitspersonal häufig provoziert, „das darf aber keine Ausrede oder Begründung sein, derart über zu reagieren!“

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