GDL kündigt neuen Streik an / Metronom plant für Montag wieder Ersatz-Busse

Zug-Pläne weiterhin unklar

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Fahrgäste des Metronom müssen weiterhin damit rechnen, dass ihr gewünschter Zug nicht fährt.

Uelzen. Fahrgäste des Metronom müssen weiterhin damit rechnen, dass ihr gewünschter Zug nicht fährt. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL kündigt an, dass sie sich „in der Vorplanung für den nächsten Streik“ befinde.

Dass noch an diesem Wochenende die Lokführer des Eisenbahnunternehmens Metronom dazu aufgefordert werden, ihre Arbeit zu unterbrechen, schließt GDL-Pressesprecher Lutz Schreiber im AZ-Gespräch nicht aus.

Pendler müssten mit dem elften Aufruf rechnen – „aufgrund der momentanen Reaktionen von Metronom“ auf das Schlichtungsverfahren, an das die Gewerkschaft enge Bedingungen knüpft. Schreiber will acht Stunden vor Streikbeginn die Öffentlichkeit informieren, kündigte er gestern Mittag an. Metronom lässt ohnehin seit acht Tagen wegen eines akuten Personal-Engpasses einige Züge ausfallen, der Internetseite zufolge unter anderem gestern zur Haupt-Pendlerzeit um 16.30 Uhr ab Hamburg Hauptbahnhof.

Auf der Strecke zwischen Lüneburg und Hamburg-Harburg fuhren als Ersatz zu bestimmten Tageszeiten Busse. Am Wochenende werde aber der reguläre Fahrplan gelten, sagte gestern Metronom-Sprecherin Hannah Kohn. Jedoch „variiert der Krankenstand von Tag zu Tag“, so Kohn. Für Montag seien wieder Busse als Ersatz für einige Metronom regional-Züge geplant.

Kohn weist die Fahrgäste darauf hin, sich frühzeitig auf der Internetseite www.der-metronom.de über die Sonderpläne zu informieren. Das Unternehmen betont unterdessen, dass es am Schlichtungsverfahren mit dem ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer teilnehmen würde. Allerdings sei die Vorbedingung der GDL, dass zwölf voneinander unabhängige privatrechtliche Eisenbahnverkehrsunternehmen sich koordinieren und gemeinsam verhandeln sollen, weiterhin für Metronom „eine unüberwindbare Hürde“.

„Wir haben in den vergangenen Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die zwölf Eisenbahnunternehmen zu koordinieren, um gemeinsame Verhandlungen zu ermöglichen“, teilt die Geschäftsführung mit. „Leider war das nicht möglich. Die GDL soll ihre Hürden beiseite schieben und an den Verhandlungstisch zurückkehren.“

Von Diane Baatani

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