Mahnende Worte bei Entlassungsfeier der Abiturienten 2012 am Herzog-Ernst-Gymnasium

„Zeitweilig dramatisch besetzter Jahrgang“

Beste Abiturienten: Kai-Hendrik Cohrs und Julia Huchthausen.

hu Uelzen. „Ein zeitweilig dramatisch besetzter Jahrgang.

“ Ungewohnt deutliche Worte fand Schulleiterin Ursula Schreiter-Antonius in ihrer Rede anlässlich der Abitur-Entlassfeier in der Turnhalle des Herzog-Ernst-Gymnasiums: „Sie wurden zum Abiturjahrgang meiner schlaflosen Nächte“, machte sie deutlich, „ich wusste, dass viele Tränen folgen werden. “ Dabei war es doch gerade dieser Jahrgang, der erste, der direkt nach der Grundschule in die weiterführenden Schulen wechselte, der erste echte sogenannte G8-Jahrgang, der von der gesamten Lehrerschaft – nicht nur am HEG – vor acht Jahren mit viel Spannung und Vorfreude erwartet wurde.

Dass es im Verlauf der Zeit Reibungsverluste geben würde, sei ihr zwar klar gewesen, erschreckend sei jedoch die Tendenz, „sich generell mit zu wenig zufrieden zu geben“. Manche Schüler seien noch nicht einmal während der Prüfungen wach geworden, so Schreiter-Antonius. Das Motto der Schule „etwas leisten und sich wohlfühlen“ ernst nehmen, verbunden mit der Hoffnung, Ideale zu finden und zu bewahren, gab sie ihren scheidenden Abiturienten mit auf den Weg.

Positives gab es dennoch zu berichten: Von den ursprünglich 119 Schülern waren 116 zur Abiturprüfung zugelassen, davon haben 102 das Abitur bestanden. Kai-Hendrik Cohrs absolvierte sein Abitur mit der Traumnote 1,0, die weiteren Einser-Abiturienten waren Julia Huchthausen (Note 1,5), Jan-Hendrik Kruse und Frederick Winnefeld (Note 1,7) und Male Kraft und Christina Lembeck (Note 1,8).

Zuvor hatten die silbernen Abiturienten Professor Dr. Christian Rohde und Dipl.-Ing. Christian Wenner unter dem Motto „Bleibt alles anders…“ einen heiteren Rückblick auf ihr Abiturjahr 1987 geworfen und die damit verbundenen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen skizziert.

„Setzt euch ein, schafft etwas Persönliches, baut euch ein eigenes Netzwerk und damit ist nicht Facebook gemeint“, gaben die zwei Ehemaligen den frisch gebackenen Abiturienten mit auf den Weg.

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