Jürgen Drews gibt sich backstage offenherzig

Zeit für die Fans

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Anna Blum (22) hat einen Moment mit Mallorcas König und ein Autogramm ergattert.

Uelzen. Sein Publikum ist nicht jünger geworden, bestätigt Jürgen Drews, aber er habe wesentlich jüngere Fans hinzubekommen, „zu denen, die schon in den 70ern vor der Bühne standen“ und mit Blumen und anderen „Geschenken“ nach ihm warfen.

In El Arenal, so erzählt er, sind es viele Abiturientinnen, die auf ihren Abi-Fahrten seinen Auftritt mit echter Begeisterung honorieren.

Eineinhalb Stunden gibt Jürgen Drews in Uelzen den Womanizer. Und kein bisschen erschöpft wirkt er, als er nach seinem Auftritt noch für eine Autogrammstunde zur Verfügung steht. Zahllose Male zeichnete er mit einem Filzstift kunstvoll den einen oder anderen Frauennamen mit und ohne „Wunschzusätze“ auf die Autogrammkarten.

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Onkel Jürgen macht sie klar

Dann endlich, kurz nach zwei, konnte er sich der großen Dose Lakritz-Konfekt widmen, die Backstage in der Garderobe auf ihn wartete. „Da bin ich richtig süchtig nach“, sagt er fröhlich, bevor seine Hand zwischen die bunten Leckereien fährt. „Die Begeisterung der Partygäste ist ansteckend“, erklärt er seine Dynamik auf der Bühne, mit der er die Uelzener Fans zu später Stunde nochmal richtig in Fahrt brachte. Hatte er doch vor seinem Erscheinen in Uelzen schon in Hamburg einen Auftritt gehabt. Es war ihm nicht anzumerken.

„Eigentlich bin ich nicht der Party-Typ, der immer gut drauf ist”, gesteht er offenherzig, doch die Freude der Menschen vor der Bühne treibe ihn bei seinem Auftritt an. Weil er am Montag schon wieder auf Mallorca erwartet werde, müsse er sich doch zügig auf den Weg machen.

Einige frühe Gäste waren enttäuscht, weil sie den Ankündigungs-Plakaten nicht entnommen hatten, dass der Stargast erst um Mitternacht in Uelzen eintreffen wird. Doch auch die ließen sich die Laune nicht verderben. Ein Anruf Zuhause, „um dem Babysitter Bescheid zu sagen“ und dann ging es an die Bar, wo die Fünf-Liter-Eimer mit Sangria bereit standen. „Die sind begehrt“, bestätigten die Thekenkräfte, „gehen besser weg als warme Semmeln.“ An der Anzahl der Strohhalme, die fast einen Meter aus den Eimern lugten, konnte jeder erkennen, wie groß die Clique ist, mit der man sich bei der Beach-Party in der Partyhalle amüsierte.

In Strandkleidern und Sandalen hüpften, steppten und stampften die Partygäste auf dem Sandboden nach der Musik – eine tolle Mischung zwischen Pop, Schlager und Partymusik.

Von Angelika Jansen

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