Im Kreis: Tausende Telefone, Fernseher und Computer waren bis in die Nacht tot

Zehn Stunden Totalausfall

Kein Bild hatten Kunden von Kabeldeutschland vom Nachmittag bis nach Mitternacht. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Durch einen Schaden an einem unterirdischen Glasfaserkabel waren am Dienstag mehrere tausend Kunden von Kabel Deutschland bis in die Nacht vom Fernseh- und Hörfunkempfang, vom Internet sowie vom Telefonnetz abgeschnitten.

Betroffen waren Haushalte mit Kabelanschluss im Bereich von Uelzen, Bad Bevensen und Ebstorf. Der Totalausfall dauerte rund zehn Stunden. Wer sein Fernsehen über Satellitenschüssel empfängt, war nicht betroffen.

Das Unheil nahm bei Bauarbeiten am frühen Nachmittag im Landkreis Uelzen seinen Lauf. Den genauen Ort will Kabel Deutschland nicht nennen: „Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Wettbewerbs- und Sicherheitsgründen keine Informationen zu unserer Netzstruktur veröffentlichen“, erklärt Kabel-Deutschland-Sprecherin Heike Koring auf AZ-Nachfrage.

Das bei den Bauarbeiten beschädigte Glasfaserkabel gehöre nicht dem Unternehmen: „Es handelt sich um eine angemietete Leitung, die vom Anbieter gewartet und im Bedarfsfall auch entstört wird.“

Gegen 14.30 Uhr fielen Telefone, Fernsehen, Internet und Radio aus. „Für die Behebung des Schadens waren weitere Tiefbauarbeiten notwendig“, so Koring. Während an der Baustelle fieberhaft gearbeitet wurde, gingen sogar bei der Uelzener Polizeiwache Anrufe von Kunden ein, die sich über den Ausfall des Fernsehens wunderten und beschwerten.

„Seit Mittwochfrüh um 0.35 Uhr standen dann alle Dienste wieder vollständig zur Verfügung“, erklärt Koring. „Kabel Deutschland bedauert diese für die Kunden entstandenen Unanehmlichkeiten sehr.

Von Thomas Mitzlaff

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