Zauberwort „Spielstraße“

Der Schnellenmarkt ist bereits verkehrsberuhigter Bereich.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Erst gescheitert, dann doch noch ein Modell für die Uelzener Innenstadt? Der Zickzack-Kurs bei der Verkehrsführung der Veerßer Straße kann womöglich in einer Lösung enden, die auch in den übrigen Marktstraßen übernommen werden könnte. So gibt es Diskussionen unter Anliegern der Lüneburger Straße und Gudesstraße, die sich ebenfalls für die Umwandlung in verkehrsberuhigte Zonen aussprechen. „Solche Stimmen habe ich auch schon gehört“, bestätigte Baudezernent Karsten Scheele-Krogull auf AZ-Nachfrage.

Derzeit arbeitet die Bauverwaltung Lösungsvorschläge aus, wie die derzeit als Fußgängerzone ausgewiesene Veerßer Straße in eine so genannte „Spielstraße“, die dann Fußgänger und Kraftfahrer gleichberechtigt nutzen dürfen, umgebaut werden könnte. Am Montag nächster Woche soll der Verwaltungsausschuss darüber diskutieren. Erst im Sommer war die Fußgängerzone in der Innenstadt um die Veerßer Straße erweitert worden, es gilt als sicher, dass die eigentlich für ein Jahr angesetzte Testphase nach heftigen Anwohnerprotesten abgebrochen wird (AZ berichtete). Baudezernent Scheele-Krogull verweist darauf, dass es schon vor Jahren Ziel der Verwaltung gewesen sei, die drei Marktstraßen als verkehrsberuhigte Zonen, in denen nur Schrittgeschwindigkeit gefahrnen werden darf, auszuweisen. „Das haben wir damals aber nicht durchsetzen können“, erinnert er. Stattdessen galt jahrelang in allen drei Einkaufsstraßen Tempo 30 und immer wieder gab es Beschwerden gerade von älteren Menschen, dass es zeitweilig schwierig sei, die Straßen zu überqueren, da nicht alle Fahrzeugführer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten.

Jetzt soll die verkehrsberuhigte Zone zunächst in der Veerßer Straße kommen „und ich würde mir wünschen, dass wir die Neuregelung zunächst einmal auf diesen Abschnitt beschränken“, sagt Scheele-Krogull.

Im Frühjahr könnte das Thema „Ausweitung der Verkehrsberuhigung“ dann erneut auf die Tagesordnung der politischen Gremien kommen. Und wenn die blauen „Spielstraßen“-Schilder dann auch in Gudesstraße und Lüneburger Straße aufgestellt würden, hätte man einschließlich des benachbarten Schnellenmarkt eine einheitliche Temporegelung in einem größeren Gebiet – denn der dortige Bereich ist schon seit Jahren eine verkehrsberuhigte Zone.

Weitere Hintergründe lesen Sie in der Donnerstagausgabe der AZ.

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