Abrissarbeiten des Tep & Tap-Gebäudes liegen im Zeitplan / Komplex an Schuhstraße wird entkernt

„Zähes Mahl“ für Baumaschinen

Damit Bagger und Abbruchszangen „zulangen“ können , müssen die Arbeiter der Abrissfirma händisch einzelnen Elementen zu Leibe rücken. Fotos: Ph. Schulze (1), Wendlandt (2)

Uelzen. Wie gefräßige Tiere nagen sie am Beton, beißen und schaben, bis das „zähe Futter“ unter dem Druck nachgibt und mit Getöse in kleineren und größeren Brocken zu Boden fällt.

Seit gut zwei Wochen rücken Bagger und Abbruchszangen der Abrissfirma Hagedorn dem Tep & Tap-Gebäude zwischen Mühlenstraße und Schuhstraße zu Leibe. Ein Großteil des früheren Möbelmarktes, an der Mühlenstraße gelegen, steht bereits nicht mehr. Die Baumaschinen bahnen sich einen Weg durch die schon entstandene Wüste aus abgebrochenen Betonelementen.

Die Baumaschinen bahnen sich ihren Weg durch eine aus Betonteilen enstandene Wüste.

Wie der zuständige Bauleiter Jörg Stachowski im Gespräch mit der AZ sagt, liege man bei den Abrissarbeiten im Zeitplan. Ende April will das Unternehmen das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht haben. „Dazu stehen nach dem Abriss des zur Mühlenstraße gelegenen Komplexes noch die Arbeiten an der Schuhstraße an. Dort beginne man nun händisch, den zum Tep&Tap-Gebäude gehörenden Teil von den unmittelbar angrenzenden Nachbarhäusern „zu trennen“, so Stachowski. Zudem müssen auch hier vor einem Ansetzen der Abbruchszangen die Räume entkernt und alle „nicht mineralischen“ Bestandteile entfernt werden.

Zum Abtransport werden die abgetragenen Betonelemente zerkleinert und zermahlen, damit sie später für ein Recycling genutzt werden können. „Sie werden auf eine bestimmte Größe gebracht, damit sie wieder aufbereiten werden können“, so Jörg Stachowski.

Der Investor HBB, der das Marktcenter am Veerßer Tor plant, hatte sich verpflichtet, auch das Gebäude des ehemaligen Tep & Tap-Geländes zu überplanen. An der Schuhstraße sollen dreigeschossige Gebäude entstehen, die im Erdgeschoss sowie zu Teilen auch im ersten Stock Geschäfte beherbergen. Für die oberen Stockwerke sind Wohnungen eingeplant.

Von Norman Reuter

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