Wort zum Sonntag

Rettungsboote

Rose ging gedankenverloren ans Heck des Schiffes, sie sah in die Wellen, ließ ihren Gedanken freien Lauf. So kam sie zur Reling des Schiffes. Ihre destruktiven Gedanken verleiteten sie abzuspringen ins tödliche Meer. Im letzten Moment hielt sie ein junger Mann fest, der zufällig an dieser Stelle des Schiffes entlang gegangen war.

Er rettete sie vor dem sicheren Tod. Rose war eine verwöhnte Tochter aus reichem Hause. Doch Rose war dem Reichtum und dieser feinen Gesellschaft gegenüber so überdrüssig geworden, dass sie am liebsten nicht mehr leben wollte. Als Rose mit Jack, ihrem Retter, ins Gespräch kam, sprang irgendwie ein Funke über, und die beiden verliebten sich ineinander. Dann geschah das Unglück: Das mächtige Schiff mit den vielen Reichen und Schönen an Bord rammte auf dem Weg nach Amerika einen riesigen Eisberg. Nun gab es aber zu wenige Rettungsboote. Irgendwie schafften es die beiden aus dem untergehenden Schiff zu kommen. Jack versuchte, Rose wieder zu retten, als er im eiskalten Wasser ein Stück Holz fand, auf das er die erschöpfte Rose legen konnte. Doch das kleine Stück Holz war zu schwach, um beide zu tragen. So rettete er seine Rose, während er sich selbst nicht retten konnte und in den eiskalten Fluten ertrank. – So ähnlich wurde die Liebesgeschichte im Film damals geschildert; erinnern Sie sich? Die Bibel vergleicht in Römer 6 die Taufe mit dem Untergehen im Wasser. Doch hier gibt es Rettung. Es gibt eine Auferstehung aus den Todesfluten. Jesus Christus ist für uns sozusagen ins Wasser gegangen, um uns zu retten. Er bereitete die Rettungsboote für uns alle vor. Wir müssen nur noch einsteigen, während er selbst in den eiskalten Fluten des Todes starb. Genau das kommt in der Taufe zum Ausdruck. Gottes Rettung aus dem Tod ins Leben.

Matthias Gansewendt ist Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Adventgemeinde Uelzen-Am-Stadtwald.

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