Von Woche zu Woche

Regeln allein reichen nicht

40 Feuerwehren – alle tragen ihren Teil zur Sicherheit in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf bei und alle sollen zu ihrem Recht kommen. Kurz gesagt: Das Ehrenamt gehört unterstützt – und das in allen Teilen der Samtgemeinde und nach gleichen Maßstäben.

Die Diskussion um das Feuerwehrhaus Wriedel und um die sanitären Anlagen der Wehren erinnerte an Szenen, die man hinter sich zu haben glaubte – und hoffte. Sie erinnerte an Debatten kurz nach der Fusion der Samtgemeinde 2011 und an flammende Reden darüber, dass das Zusammenwachsen der ehemals eigenständigen Kommunen nur gelingen könne, wenn „Kirchtürme“ aufgegeben würden. Doch noch geht es an mancher Stelle mehr um den eigenen Vorteil, das Wohl des direkten Nachbarn oder die Position der ehemaligen Kommunen, als um das große Ganze – Sachlichkeit wird vermisst.

Ein neuer Feuerwehrbedarfsplan, der kommendes Jahr für die fusionierte Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf erarbeitet werden soll, kann ein Instrument sein, der Gleichbehandlung aller Mitgliedsgemeinden und deren Vertreter zumindest in diesem Bereich einen Rahmen zu geben.

Das grundsätzliche Problem ist dadurch aber nicht gelöst. Denn eines ist klar: Befindlichkeiten gibt es in Bevensen-Ebstorf noch an einigen Enden. Oder warum wird diskutiert, dass eine Mitgliedsgemeinde die Kosten für die Sanierung ihrer Turnhalle anteilig tragen soll, während die Halle einer anderen durch die Samtgemeinde übernommen wurde? Nur ein weiteres Beispiel für eingefahrene Denkmuster, die aufgebrochen und überwunden werden müssen – denn Einheit wird nicht allein durch neue Regeln erreicht.

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Rubriklistenbild: © Wendlandt, Lars

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