„Wir wollen alle gefragt werden“

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Die Anlieger der Gudesstraße wollen auch stärker in die Pläne für eine attraktivere Innenstadt einbezogen werden.

Uelzen - Von Marc Rath. Die Einzelhändler der Gudes- und Lüneburger Straße fühlen sich bei der Diskussion über die künftige Gestaltung der Innenstadt ausgegrenzt. „Lobenswert ist allemal, dass nach dem Hin und Her um die Veerßer Straße im vergangenen Jahr nun endlich versucht wird, sich mit der Gesamtsituation der Innenstadt zu beschäftigen. Allein die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe wirft Fragen auf“, findet Stefan Stümpel, der in der Stadt-Hamburg-Passage einen Hobby-Fachmarkt betreibt.

Stümpel hat nach Bekanntwerden der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe Innenstadt am Donnerstag die Vertreter von 27 weiteren Anliegergeschäften der Gudes- und Lüneburger Straße hinter sich versammelt. Ihre Forderung skizziert er in einem Satz: „Wir wollen alle gefragt werden.“

Das Rathaus hat zu der Sitzung der Projektgruppe Innenstadt in der übernächsten Woche neben Mitgliedern aus Rat und Verwaltung, Vertreter von Handelsverein, SoVD, Landfrauen sowie Haus und Grund erstmals auch den im vorigen Jahr gegründeten Initiativkreis Veerßer Straße eingeladen (AZ berichtete). Sie wollen beraten, wie es in der Innenstadt nach dem gescheiterten Test einer Fußgängerzone in der Veerßer Straße weitergehen kann.

In ihrer Erklärung machen die 28 Geschäftsleute der Gudes- und Lüneburger Straße deutlich, dass sie sich vom Handelsverein und von Citymanager Joachim Lotz nicht ausreichend vertreten fühlen. Beiden sei es in der Vergangenheit nicht gelungen, „sich die Unterstützung der meisten Geschäftsleute zu sichern“ beziehungsweise „den Großteil der Geschäftsleute unter sich zu vereinen“.

Die Anlieger der beiden Marktstraßen plädieren dafür, dass auch Vertreter aus ihren Reihen in der Arbeitsgruppe über die künftige Innenstadtentwicklung mitwirken können. Es gelte jetzt, „nicht mehr einfach so weiterzumachen“, sondern sich auch mit anderen Ansichten auseinander zu setzen, fordern sie.

„In der jetzigen Zusammensetzung werden Ergebnisse der Projektgruppe Innenstadt sicher nicht die dringend benötigte Akzeptanz erfahren“, heißt es am Ende des Schreibens.

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