„Wir unterschreiben mit Blut unten rechts“

Von Geldschwierigkeiten war hier noch keine Rede: Produzent Michael Souvignier im Mai 2010 bei den Dreharbeiten auf Malta, rechts Marco, links Marco-Darsteller Vladimir Burlakov. Archivfoto: dpa

tm Uelzen/Köln. Er hatte in diesem Frühjahr das Schicksal des Uelzeners Marco Weiss mit dem Film „Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis“ nochmals ins Gedächtnis gerufen. Jetzt musste Produzent Michael Souvignier Insolvenz für die Firma „Zeitsprung“ anmelden, weil neue Filmprojekte schon vorab zu viel Geld verschlangen.

Die Vorleistungen für Filmproduktionen seien enorm, so Souvignier gestern: „Wir sind manchmal im sechs- bis siebenstelligen Bereich unterwegs, was die Vorkosten angeht, und das nicht bei einem Projekt, sondern wir beschäftigen uns durchgängig mit 25, 30 Projekten in verschiedenen Stadien. Das sind alles Vorkosten, die Zeitsprung aus eigener Kraft stemmen muss. Nun sind die Banken, wie wir alle wissen, nicht endlos bereit, vorzufinanzieren. Vor allem dann nicht, wenn die zugesagten Projekte auf der Zeitachse von unseren Auftraggebern verschoben werden.“

Zeitsprung sei keinem Sender oder Konzern angeschlossen, sondern arbeite unabhängig. „Wir sind Unternehmer, die mit Blut unten rechts unterschreiben. Wir sind einfach in einer anderen Situation als Produktionsfirmen, die zu Großkonzernen gehören und sich über Geld keine großen Gedanken machen müssen.“

Marco-Darsteller Vladimir Burlakov war für seine Rolle als 17-jähriger Uelzener ausgezeichnet worden, die Rolle der Mutter hatte die Schauspielerin Veronica Ferres übernommen. Ein rechtskräftiges Urteil in dem Fall hat die türkische Justiz bis heute nicht gesprochen.

Kommentare

Thomas Müller
(0)(0)

"Kinder verdienen unseren Schutz. Immer und 端berall!!! Es gibt keine Entschuldigung. Nur weil es keine Beweise gibt, gibt es dennoch eine Schuld!"

Ja, Kinder verdienen unseren Schutz, aber offensichtlich vor allem auch vor Erwachsenen wie Ihnen, die Kinder und Jugendlicher in ihrer sexuellen Entwicklung kriminalisieren. Aber danke, dass Sie klar gemacht haben, dass Sie sich außerhalb unserer Rechtsordnung und Verfassung sehen. Was sind Sie, nur ein Spießer oder einer, der am liebsten Rechtsaußen wählt? Marco war übrigens damals erst gerade 17 geworden. Er hatte damals also noch fast 2 Jahre bis zur Volljährigkeit. Interessant was sie so als fast volljährig bezeichnen. Marco wurde und wird übrigens vor allem von Eltern und sogar von Frauen unterstützt, die selber Opfer einer Vergewaltigung geworden sind. Warum wohl? Offensichtlich können diese Menschen noch am besten zwischen Opfer und Täter unterscheiden.

NathanAntwort
(0)(0)

Sie sind ja gemeingefährlich! Selbst bei erwiesener Unschuld verfolgen Sie noch das eigentliche Opfer mit Ihren Verleumdungen. Zur Erinnerung, Charlotte hatte sich mit Erlaubnis ihrer Mutter, die sich lieber mit ihrem neuen Freund vergnügte, als auf ihre Kinder aufzupassen, älter gemacht und durfte sich mit einem Hotelarmreif als 16 Jährige ausgeben, Discos besuchen und Alkohol trinken. Charlotte lud die Jungen auf ihr Zimmer ein und sie war es die mit den Zärtlichkeit anfing und Marco in dem Glauben ließ, dass sie dafür schon alt genug ist. Es gab für ihn keinerlei Verdachtsmomente, dass Charlotte erst 13 sei. Nicht einmal ein erfahrener Frauenarzt konnte ihr Alter richtig einschätzen. Sie suchen Schuld, wo keine ist und sehen sie nicht, wo sie tatsächlich vorhanden ist, nämlich bei Charlotte und ihrer Mutter und der türkischen Justiz. Traurig ist das. Marco war übrigens gerade erst 17 geworden. Von der Volljährigkeit war er damit noch fast 2 Jahre entfernt und ihr Junge kann einem ir

Bin ich doof?
(0)(0)

Würde meine Tochter, noch minderjährig von einem fast volljähriger Junge sexuell belästigt wäre dieser in einem Gefängnis noch am sichersten. Auch ohne Vergewaltigung. Würde mein Junge ein Mädchen in dem Alter an die Wäsche gehen, würde er das erste mal in seinem Leben den Arsch versollt bekommen. Aber der würden gar nicht auf den Gedanken kommen. Im Zweifel, finger weg! Aber unsere Gesellschaft ist ja so liberal. Aber bei Vergewaltigern die man nicht kennt, die dann von außerhalb kommen, am besten noch aus dem Ausland. Da wird dann aufhängen gerufen. Kinder verdienen unseren Schutz. Immer und überall!!! Es gibt keine Entschuldigung. Nur weil es keine Beweise gibt, gibt es dennoch eine Schuld!