Uelzener Stadtrat stimmt mit großer Mehrheit für Einführung von sechs Ganztags-Grundschulen

„Wir sind kein weißer Fleck mehr“

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Die Zuhörerränge waren voll besetzt gestern Abend im Ratssaal: Zahlreiche Eltern verfolgten Debatte und Abstimmung im Stadtrat über die künftige Ganztags-Grundschullandschaft.

Uelzen. Nochmals wurde mehr als eine Stunde engagiert debattiert – dann stand fest: Die Stadt Uelzen hat den Einstieg in das Ganztags-Grundschulangebot vollbracht.

Eine große Mehrheit der Parlamentarier segnete bei vier Gegenstimmen einen Kompromissvorschlag von Bürgermeister Jürgen Markwardt ab, den Grundschulen Oldenstadt, Westerweyhe, Holdenstedt, Hermann-Löns, Lucas-Backmeister sowie Stern die Möglichkeit zu eröffnen, ab dem Schuljahr 2016/17 Ganztagsschulen zu werden, wenn sie dies beantragen. Nicht berücksichtigt wurden Molzen und Veerßen.

Uelzens Stadtoberhaupt hat somit die von ihm erhoffte große Mehrheit für diese „wegweisende Entscheidung“ – doch der Tenor bei den Redebeiträgen war durchaus gemischt. Es werde nun ein riesiges Überangebot an solchen Plätzen geschaffen, kritisierte etwa Henning Gröfke (CDU), der den Kompromiss ablehnte: „Ab heute gibt es Ortsteile erster und zweiter Klasse.“ Bei dieser Entscheidung würden alle verlieren bis auf die AZ, „die über viele weitere Diskussionen berichten kann und dies ja schon in der Vergangenheit in teils wirrer Form getan hat“.

Lob gab es dagegen von Klaus Knust (SPD): „Jeder hat sich bewegt und am Ende ist Uelzen kein weißer Fleck mehr in der Ganztags-Grundschullandschaft.“ Die Entscheidung stehe für „Verantwortungsbewusstsein gegenüber Eltern, Lehrern und Schülern“. [...]

Von Thomas Mitzlaff

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