Jäger mahnen zur Vorsicht: Mit der Zeitumstellung steigt Zahl der Wildunfälle

Wildtiere ohne Sommerzeit

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Mit der Zeitumstellung steigt Zahl der Wildunfälle.

ib Uelzen/Landkreis. In der Nacht zu Sonntag ist die Winterzeit vorbei, die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt – damit fällt der morgendliche Berufsverkehr wieder in die Zeit der Dämmerung.

und damit steigt auch abrupt die Gefahr von Wildunfällen, warnt die Kreisjägeschaft Uelzen und bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Rücksichtnahme.

„Wildtiere kennen keine Sommerzeit“, erklärt Gernot Magyar, Vorsitzender der Jägerschaft, „sie folgen ihrem natürlichen Rhythmus, und das bedeutet vermehrte Aktivität zur Dämmerungszeit.“ Die Folge: Mensch und Tier haben die gleiche Aktivitätsphase. Denn während sich in der Morgendämmerung viele Berufstätige auf den Weg zur Arbeit machen, verlassen auch die Wildtiere ihre Behausungen und gehen auf Suche nach Futter. Das Risiko von gefährlichen Begegnungen, besonders an Wald- und Feldrändern, steigt rapide.

Was also ist zu tun? „Fuß vom Gas, erhöhte Wachsamkeit und Warnhinweise beachten“, nennt Magyar die wichtigsten Verhaltensregeln. Besonders aufmerksam sollten die Verkehrsteilnehmer an den Straßenabschnitten sein, an denen die zuständigen Revierinhaber die orangen „Dreibeine“ aufgestellt haben. Sollte es dennoch zu einem Wildunfall kommen, heißt es, die Unfallstelle zu sichern und umgehend die Polizei zu benachrichtigen. Diese wird dann den zuständigen Jäger informieren, der das Unfallwild ordnungsgemäß entsorgt und, wenn nötig, auch eine Wildunfallbescheinigung zur Vorlage bei der Kfz-Versicherung ausstellen kann.

Immer wieder komme es vor, dass sich der Unfallfahrer vom Unfallort entfernt, ohne jemanden zu informieren. „Die Leittragenden sind dann die Wildtiere, die sich vielleicht schwer verletzt in ein nahe gelegenes Wäldchen geflüchtet haben“, warnt Magyar. Dem Jäger stehe in so einem Fall ein brauchbarer Jagdhund zur Seite, um das verletzte Wild zu finden. Der Jäger kann es dann von seinen Qualen erlösen.

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