Auf Wiedersehen in 2011!

Die Fantastischen 4 sorgten für ein phantastisches Finale beim dritten Uelzen Open R auf dem Albrecht-Thaer-Gelände.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Am Tag danach schwankte Ulrich Gustävel zwischen Erleichterung und Frust. Erleichterung darüber, dass das Open R 2010 auf dem Uelzener Albrecht-Thaer-Gelände eine begeisternde Veranstaltung wurde. Dass es Lob von allen Seiten und auch von den Musikern der Fantastischen 4, Culcha Candela, Ich+Ich, Stanfour und den anderen vier Bands gab. Begeisterung über das große überregionale Interesse – 48 Medienvertreter berichteten von der neunstündigen Mammutveranstaltung. Aber auch Frust darüber, dass die Uelzener offenbar gar nicht merkten, was für ein Top-Musikereignis da in ihrer Stadt ablief. Von Thomas Mitzlaff

8500 Besucher wurden am Sonnabend insgesamt beim Open R gezählt – und der Ticketverkauf gibt Aufschluss darüber, dass rund die Hälfte von außerhalb anreiste. „Unser Landkreis hat fast 100 000 Einwohner und nur 4000 von ihnen sind gekommen: Da fragt man sich natürlich schon, ob das diese Mühe wert ist für die Menschen hier“, sagt Cheforganisator Ulrich Gustävel. „Wir bieten hier ein Großstadtprogramm und das wird nicht angenommen – und dann heißt es immer, in Uelzen sei nichts los“, bedauert er.

Es war eine große, begeisternde, entspannte Party mit einem bunt gemischten Publikum von Familien bis zu Großeltern – doch für die Veranstalter war das Open R 2010 unter dem Strich ein finanzieller Verlust. Und so setzten sich die „Macher“ schon am Sonntagvormittag zusammen, um über die Zukunft dieser Veranstaltung zu diskutieren – mit eindeutigem Trend: „Wir glauben an dieses Format, wir glauben an diesen Standort und deshalb machen wir wohl weiter“, fasst Gustävel zusammen. Bei den Musikern habe das Uelzener Open R einen vorzüglichen Ruf, das überregionale Interesse wird immer größer.

Doch man müsse natürlich überlegen, wie man die Veranstaltung konzeptionell wirtschaftlicher machen kann, ob man zum Beispiel die Stadt mit ins Boot holen könne, so Gustävel: „Viele Hotels in Uelzen waren ausgebucht, die Campingplätze voll – diese Veranstaltung darf man als Werbeträger für Uelzen nicht unterschätzen.“

Ausdrückliches Lob gab es auch von der Polizei: „Es war eine absolut friedliche Veranstaltung, die Zusammenarbeit mit allen verlief reibungslos“, erklärt Uelzens Polizeichef Dieter Klingforth. Auch der Sicherheitsdienst sei professionell gewesen: „Die Mitarbeiter sind angemessen und freundlich aufgetreten.“ Das DRK verzeichnet etwa ein Dutzend kleinere Einsätze, darunter allergische Reaktionen nach Wespenstichen.

Die Organisatoren setzen derweil auf den Schneeballeffekt, auf immer größeres Interesse, vielleicht auch im Landkreis Uelzen – und vielleicht schon beim Open R 2011.

Kommentare