Zu kaltes Frühjahr und viel Regen im Sommer schmälern den Ertrag um rund 30 Prozent

Wetter vermiest Erdbeer-Ernte

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Ein zu kaltes Frühjahr und zu viel Regen in der Erntezeit schmälerten den Ertrag der Erdbeer-Anbauer. Viele Früchte sind auf den Äckern in den vergangenen Wochen verfault.

Uelzen/Landkreis. Ein zu kaltes Frühjahr und zu viel Regen in der Erntezeit: Das Erdbeerjahr 2016 sei gerade einmal mittelprächtig. Im Schnitt 30 Prozent weniger Früchte hätten sie von ihren Feldern geholt. Viele seien auf den Äckern verfault.

Das sagen Claudia Reinhart, Inhaberin der Obstscheune in Tätendorf, und Ingo von Meltzingen, Chef auf dem Rittergut Melzingen.

Laut des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bringt der Hektar Erdbeer-Acker im Schnitt zehn Tonnen Ertrag. In dieser Saison eben entsprechend weniger. Der Ernteerfolg sei eben sehr witterungsabhängig, so die beiden Erdbeer-Anbauer aus dem Landkreis.

Im Gegensatz zu anderen Gegenden im übrigen Deutschland und auch in Niedersachsen sei die Heideregion noch einigermaßen glimpflich davongekommen. „Schäden durch Hagel oder Starkregen wie anderswo haben wir nicht zu verzeichnen“, berichtet Ingo von Meltzingen.

Beide Betriebe bauen auf einer Fläche von zwei bis drei Hektar die roten Früchte an. Der Großteil gehe in die Direktvermarktung auf den Höfen oder an Ständen rund um die Betriebe beziehungsweise in der Uelzener Innenstadt, wo die Obstscheune verkauft. Der Anteil der Selbstpflücker auf den Feldern sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. „Die Zeiten, in denen Hausfrauen 20, 30 oder mehr Kilo gepflückt und diese Mengen Erdbeeren zu Hause verarbeitet haben, sind vorbei“, weiß von Meltzingen. Maximal zehn Kilogramm Erdbeeren trügen die Selbstpflücker noch von den Feldern und machten daraus beispielsweise Marmelade oder Kompott.

Die Preise liegen auf den letzten Metern der Saison zwischen vier und sechs Euro, weiß Claudia Reinhart. Auf ihren Feldern reifen noch bis Ende Juli die späten Erdebeer-Sorten.

Von Jens Schopp

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