Zwei Wochen bis Weihnachten: Textilhändler warten noch auf kaufwillige Kunden

Wetter bremst Geschäft aus

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Zwei Wochen vor Weihnachten laufen die Geschäfte, wie beim Textilhändler Ramelow, noch nicht so wie gewünscht. Das Wetter lädt nicht zum Einkaufsbummel für Winterbekleidung ein.

Uelzen. Zwei Wochen bis zu den Feiertagen. Im Einzelhandel läuft das Weihnachtsgeschäft – die Kauflaune bei Textilien hält sich aber in Grenzen, wie Uelzener Händler berichten.

„Die Witterung ist alles andere als einladend für einen Einkauf von Winterkleidung“, sagt Uwe Schwenke, Geschäftsleiter des Uelzener Bekleidungshauses Ramelow und Vorsitzender des Handelsvereins Uelzen. Monika Hennig vom Centralkaufhaus (Ceka) in Uelzen fehlen auch noch die Umsätze in diesem Bereich: „Das Geschäft ist schwierig. “.

Milde 13 Grad, Regen statt Schnee – „Stimmung“, so sagt Hennig, komme da nur mäßig auf, sich für Winterbekleidung zu begeistern. Deshalb, so meint Tim Kröger vom gleichnamigen Bekleidungsgeschäft in Bad Bevensen, sei es wichtig, auch im Winter ein möglichst breites Angebot machen zu können. Mit klugen Ideen und gutem Service könne auch bei einem nach wie vor wachsenden Internetverkauf gegengehalten werden. „Man muss sich verdammt viel Mühe geben“, sagt Kröger.

Geht es um witterungsunabhängige Produkte, so fällt der Geschenkebummel bei Frühlingstemperaturen leichter. Bücher oder Instrumente sind gefragt. Urthe Eilers von der Buchhandlung Decius berichtet von einem ersten Verkaufshöhepunkt zu Nikolaus. Star Wars ist bei den Kindern gefragt, Sachbücher zu dem verstorbenen Helmut Schmidt und zur Terrorgruppe „Islamischer Staat“ bei den Erwachsenen. Siegfried Grassau von „Art of music“ in Uelzen konnte in den vergangenen Tagen auch schon so manches Instrument verkaufen. Er ist zufrieden. Dennoch bekommt auch er eine Entwicklung der vergangenen Jahre zu spüren: „Das Weihnachtsgeschäft startet mittlerweile deutlich später“, weiß er zu berichten. Der November spiele kaum noch eine Rolle, im Dezember seien die Umsätzsteigerungen zu verzeichnen. Und auch nach dem Fest würden nun verstärkt Kunden bei ihm aufschlagen. „Es wird vielleicht Geld verschenkt und die Beschenkten können dann sich bewusst für ein Instrument entscheiden“, so Grassau.

Dass das Weihnachtsgeschäft noch nicht gelaufen ist, darauf bauen auch die Textilhändler. „Ich gehe davon aus, dass vor allem in der letzten Woche vor den Feiertagen die Kunden kommen werden“, meint Monika Hennig. Und ihr Kollege von Ramelow, Uwe Schwenke, sagt: „Weihnachten fällt zum Glück wegen schlechten Wetters ja nicht aus.“

Von Norman Reuter

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