Stadt will den Verkehrsfluss im Zentrum verbessern

Weniger Kübel für die Marktstraßen

Rund um die Blumenkübel auf den drei Marktstraßen bilden sich oft Staus – die Autos müssen Slalom fahren. Deshalb will die Stadt nun einige der bepflanzten Hindernisse abbauen. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich auf den drei Uelzener Marktstraßen, der sich derzeit in einer Probephase befindet, soll dauerhaft bestehen bleiben. Allerdings will die Stadt die Zahl der Blumenkübel verringern, damit der Verkehr flüssiger fließen kann.

Mit diesem Beschlussvorschlag wird die Bauverwaltung am Donnerstag, 8. September, in die nächste nicht-öffentliche Sitzung der Arbeitsgruppe (AG) Innenstadt gehen. Das kündigte Baudezernent Karsten Scheele-Krogull jetzt im Stadtplanungsausschuss an.

Nach Ansicht des Dezernenten haben sich die Blumenkübel und die Einrichtung der Tempo-10-Zone im Uelzener Zentrum bewährt. Allerdings plant die Stadt noch Korrekturen auf der Lüneburger, Veerßer und Gudesstraße. „Wir haben das noch ein wenig zu entkrampfen“, meinte Scheele-Krogull mit Blick auf die Zahl der Blumenkübel. Vier der bepflanzten Hindernisse auf der Fahrbahn hat die Stadt in den vergangenen Wochen bereits auf der Lüneburger Straße abgebaut. Dort sollen nun zwei weitere Standorte weichen. Auch auf der Veerßer Straße will die Stadt an zwei Stellen die Kübel entfernen. „Man sollte Stockungen im Verkehrsfluss ja nicht zwingend provozieren“, erklärte Scheele-Krogull.

Keine Änderungen schlägt er indes für die Gudesstraße vor, auf der die Stadt bereits drei Kübel abgebaut hat. Jedoch sollen dort die geplanten begrünten Sitzelemente – im Gegensatz zu den anderen beiden Marktstraßen – nicht in den Fahrbahnraum hineinragen.

Der Tempo-10-Bereich soll nach dem Vorschlag der Verwaltung allerdings auf allen drei Marktstraßen erhalten bleiben. Auch auf der Rademacher- und der Schmiedestraße habe sich diese Geschwindigkeitsbegrenzung als erfolgreich erwiesen, berichtete Scheele-Krogull. Dort seien „überhaupt keine Probleme“ für Fußgänger oder den Straßenverkehr aufgetaucht. Allerdings gibt es auf diesen beiden recht schmalen Straßen auch keine Kübel.

Kritik an der Verkehrsführung auf den Marktstraßen übte Ausschussmitglied Uwe Holst (SPD). Er monierte, dass die Slalomfahrten der Autos entlang der Blumenkübel gefährlich für Fußgänger seien. „Wir werden das aufgreifen, wir sind ja nicht blind“, versprach Scheele-Krogull. Die aktuelle Probephase sei schließlich auch dazu da, um Erfahrungen zu sammeln und mögliche Fehler zu korrigieren.

Die AG Innenstadt wird nun darüber diskutieren, ob die provisorische Gestaltung der Innenstadt-Straßen zu einer dauerhaften Einrichtung wird. Nach ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag trifft sich die Arbeitsgruppe ein weiteres Mal am 27. September. Der städtische Ausschuss für Stadtplanung soll dann am 4. Oktober über die Zukunft der Marktstraßen beraten.

Von Bernd Schossadowski

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