Ein wenig schusselig...

. . . ist er manchmal schon, gibt der Uhlenköper ganz offen zu. Doch was ihm neulich – aus eigener Schuld – widerfuhr, war schon ziemlich peinlich. Aber der Reihe nach. Nichtsahnend stand er im Baumarkt und wollte die Rechnung mit seiner Bank-Karte bezahlen.

Doch als er sein Portmonee zückte, fand er darin zwar jede Menge Kleingeld, ein paar unbedeutende Scheine, zerknautschte Visitenkarten, eine Bonuskarte seiner Stammbäckerei – nur leider keine Bank-Karte. Wirre Gedanken schossen ihm durch den Kopf: War ihm die Karte gestohlen worden, zum Beispiel nachdem er neulich seinen Mantel im Wartezimmer seines Hausarztes aufgehängt hatte? Oder hatte er die Chipkarte irgendwo verloren? Und wenn ja, wo nur? Doch alles Grübeln half nichts – und so musste der Uhlenköper notgedrungen seine Geldkarte bei der Bank sperren lassen und eine neue beantragen. Vier Wochen später – die neue Karte war nach einer saftigen Gebührenzahlung längst bei ihm eingetroffen – klingelte plötzlich sein Telefon: Seine Bank war an der Strippe und teilte dem ahnungslosen Uhlenköper mit, dass sie dessen Bank-Karte jetzt in ihrem Kontoauszugsdrucker gefunden hatte. Irgendwie muss er bei seinem letzten Bankbesuch vergessen habe, sie wieder aus dem Ausgabeschlitz zu ziehen. So viel Schusseligkeit muss eben bestraft werden, denkt sich nun der Uhlenköper.

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