Weiterbildung ohne öffentliches Café

Uelzen - Von Marc Rath Die Weichen sind gestellt: Nach monatelangen Verhandlungen haben jetzt die Gremien der Kreisvolkshochschule den Mietvertrag für den Umzug ihrer Dependance von Oldenstadt ins Alte Rathaus beschlossen.

Das ehemalige Domizil der Stadtspitze mitten in der Innenstadt wird in den nächsten Monaten mit 75-prozentiger Förderung aus europäischen Ziel-1-Mitteln entkernt, grundlegend saniert und für den neuen Verwendungszweck hergerichtet. Es ist eines der Uelzener Großprojekte im Rahmen der millionenschweren europäischen Förderprogramme von 2007 bis 2013.

Landrat Theodor Elster kündigt indes an, noch einmal ein Gespräch mit der Stadt zu suchen, um den Schlussstrich unter einen Streitpunkt zu setzen, der zwischen Stadt und Landkreis seit Beginn der Umzugspläne schwelt. „Die Kreisvolkshochschule wird in den dafür vorgesehenen Räumen im Erdgeschoss eine kleine Cafeteria einrichten, zu der aber nur die Teilnehmer und Mitarbeiter der Volkshochschul-Kurse Zugang haben werden“, betont Elster.

Zwischen beiden Verwaltungen hatte es in der Vergangenheit in dieser Frage mehrfach Reibereien gegeben, da die Stadt als Ausgleich für das von ihr aufgegebene Gastronomie-Projekt an diesem markanten Ort in der Innenstadt gerne einen öffentlichen Anlaufpunkt geschaffen hätte.

„Es kann hier keine mit öffentlichen Mitteln geförderte Konkurrenz für die örtlichen Cafés und Gaststätten geben“, stellt Elster klar. Wenn die Stadt einen offenen Bereich wolle, müsse sie diesen Teil aus dem Mietvertrag herauslösen und selbst übernehmen, unterstreicht der Landrat.

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