Aus für „weiße Flecken“

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Surfen ohne Frust: Bis zum Jahr 2011 sollen mindestens zwei von zehn „weißen Flecken“ im Kreis Uelzen mit schnellen Internet-Verbindungen versorgt werden. Damit wird ein Telekommunikationsanbieter beauftragt, die Entscheidung darüber fällt in den nächsten Wochen.

bs Uelzen/Landkreis. Vor Wochen wichtiger Weichenstellungen stehen einige der mit EU-Mitteln geförderten Projekte im Kreis Uelzen. So wird voraussichtlich im April die Entscheidung fallen, welcher Telekommunikationsanbieter den Zuschlag im so genannten Heide-Cluster erhält. Das beauftragte Unternehmen muss dann bis zum Jahr 2011 im Kreis Uelzen mindestens zwei der insgesamt zehn vorhandenen „weißen Flecken“ bei der Internet-Breitbandversorgung beseitigen, erläutert Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“.

Und das ist der aktuelle Stand bei den anderen EU-Förderprojekten im Kreis Uelzen:

Technologie-Transfer:Die Technologietransfer-Beratung, die bislang vom Transferzentrum Elbe-Weser mehreren Landkreisen angeboten wird, steht ebenfalls vor einem entscheidenden Schritt. Diese Leistung muss neu vergeben werden und wurde deshalb europaweit ausgeschrieben. „Die Entscheidung, welches der drei Unternehmen, die sich beworben haben, den Auftrag für die nächsten drei Jahre erhält, fällt in Kürze“, kündigt Kämpfer an.

• Logistik-Beratung:Am Donnerstag, 15. April, findet der Tag der Logistik statt, an dem die Logistikbranche in der Region der Öffentlichkeit die Türen öffnet. Auch der Kreis Uelzen ist vertreten: Die Firma Linear- und Handhabungstechnik in Ebstorf zeigt ihren Besuchern die Möglichkeiten der manuellen Handhabung von Gütern, höhenverstellbaren Logistik-Arbeitsplätzen und Transportsystemen.

Hierfür gibt es noch freie Plätze. Anmelden können sich alle Interessenten unter http://www.tag-der-logistik.de. Im Rahmen der Kooperation mit der Süderelbe AG ist ein Programmheft über die aus der südlichen Metropolregion beteiligten Logistik-Firmen erstellt worden, das bei „Uelzen aktiv“ unter (05 81) 82 29 11 bestellt werden kann.

Gründungsmobil: Die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Gründungswerkstatt ist um ein Gründungsmobil erweitert worden. Dieses Fahrzeug tourt seit Februar durch die Kreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg, dabei geben Experten Tipps für Existenzgründer (AZ berichtete). Die Bilanz des ersten Monats sei positiv, berichtet Kämpfer: „Die Kunden sind in der Regel sehr gut vorbereitet und die Nachfrage ist höher als erwartet.“

Ernährungswirtschaft:Mit EU-Mitteln gefördert wird auch „Foodactive“, die Ernährungsinitiative der Süderelbe-Region. Sie bietet Unternehmen der Ernährungswirtschaft einen kostengünstigen Zugang zu einer elektronischen Beschaffungsplattform. Durch die Kooperation mit verschiedenen Branchen-Unternehmen werden das Einkaufsvolumen gebündelt und die Beschaffungskosten gesenkt.

Auch die qualifizierte Auswahl von Lieferanten durch Auktionen und Ausschreibungen sei ein entscheidender Vorteil dieses Plattform-Konzepts, erklärt Kämpfer. Weitere Informationen gibt es online unter http://www.foodactive.de.

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