Europa-Abgeordnete Rebecca Harms aus dem Wendland sprach über Risiken der Endlagerung

Weil der Atommüll zu ihr kam...

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Auf der Suche nach der bestmöglichen Lagerung von Atommüll: Seit 37 Jahren beschäftigt Rebecca Harms sich mit dem Thema Atommüll. Bei ihrem Besuch in Uelzen sprach sie sich für eine tiefe geologische Endlagerung aus.

Uelzen. „Sorgfalt, Transparenz und Bürgerbeteiligung“ ist die Mindestanforderung bei der Fortsetzung der Endlagersuche für den Atommüll, beschwört Rebecca Harms die Entscheider aus der Politik bei ihrem Besuch im Hotel Deutsche Eiche.

„Nicht freiwillig, sondern weil der Atommüll zu mir gekommen ist, beschäftige ich mich schon seit 37 Jahren mit dem Müll“, spricht sie vielen aus der Seele, die sich seit Jahrzehnten im Widerstand engagieren. Die Abgeordnete des europäischen Parlaments, Rebecca Harms, die mit den Jahren weltweit in allen Fachkreisen als ausgesprochene Kennerin nicht nur der vielfältigen Risiken, sondern auch der politischen Entscheidungsprozesse anerkannt ist, kann nicht anders, als weiterhin zu versuchen, „das Schlimmste“ zu verhindern.

„Jeder Bürger hat ein Recht darauf, die Lebensrisiken einschätzen und sich an einer fairen Diskussion beteiligen zu können.“ Auf Einladung des Landtagskandidats der Grünen, Heiner Scholing, informiert Harms die Besucher am Freitagabend bei ihrem Vortrag über die „unendliche Geschichte“ zum aktuellen Stand in technischer und politischer Hinsicht. Dabei bietet sie ihren Zuhörern nicht nur einen umfassenden Überblick über die Historie und die Endlagersuche anderer Staaten auf dem Globus, insbesondere in Europa. Beispiele, die belegen, dass die möglichen Varianten der Entsorgungsstrategie, die erforderliche Transparenz vorausgesetzt auf einer breiten gesellschaftlichen Basis diskutiert werden müssen, bevor es ein Auswahlverfahren gibt. Offen gesteht Harms zu, eine tiefe geologische Endlagerung ohne Rückholbarkeit zu bevorzugen, nennt auch die Risiken.

Von Angelika Jansen

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