Nach dem Fest: Uelzens Einzelhandel ist zufrieden / Gutscheine und Geldgeschenke kurbeln Umsatz an

Weihnachtsgeschäft geht weiter

Bummel-Laune nach den Festtagen: Am Wochenende nach Weihnachten lösten Kunden in der Uelzener Innenstadt Geldgeschenke und Gutscheine ein.

Uelzen. Eine Woche nachdem die weihnachtlich verpackten Geschenke unter den Weihnachtsbäumen ihren Platz gefunden haben, zieht der Uelzener Einzelhandel eine erste Bilanz: „Zufriedenstellend“, so die einhellige Meindung.

Sportartikel, aber auch hochwertige Marken-Kleidung, Spielsachen und Bücher rangierten zum Fest neben „althergebrachten Klassikern“, wie Parfum und Schmuck, den „Männer-Geschenken“, sagt Stefanie Tietz vom Uelzener Goldhaus des Juweliers Meyer-Nehls und kann sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen.

Preis-Feuerwerk zum Jahreswechsel: Zu Silvester lockt der Einzelhandel mit Preis-Knallern. Fotos: Jansen

In den Tagen vor der Jahresinventur geht es im Einzelhandel noch einmal hoch her. „Gutscheine werden eingetauscht“, erzählt Angelika Kiefer, stellvertretende Leiterin der Decius-Filiale „Schimmel Buchhandlung“. Neben Parfum und Schmuck ist das Buch immer noch das beliebteste „Last-Minute“-Geschenk. „Deshalb kamen die Kunden, die sich am Sonnabend vor dem vierten Advent vom Eisregen abhalten ließen, noch schnell am Montagvormittag in die Stadt gefahren“, sagt sie. „Das kann das Internet – ungeliebte Konkurrenz des Einzelhandels – nicht mehr leisten.“

Blieb der vorweihnachtliche Kunde mit Blick auf das Geschenk unentschlossen, machten Gutscheine kurz vor dem Fest das Rennen. Manch einer wurde sogar in Reserve gekauft, damit kein Weihnachstgast vergessen würde, der vielleicht noch überraschend mit unter dem Weihnachtsbaum sitze. Somit geht das „Weihnachtsgeschäft“ auch nach Weihnachten weiter. „Gutscheine werden eingelöst“, bestätigen auch Uwe Schwenke, Geschäftsführer von Ramelow, und Douglas-Fillialleiterin Sonja Kalischefski, die sich mit ihrem Team besonders darüber freut, „dass unsere Stammkunden uns im Advent treu blieben“. Auch Geldgeschenke kurbeln nach den Feiertagen den Umsatz an. „Das wird sicher noch bis Mitte Januar florieren“, sagt Schwenke.

Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene hätten Weihnachtswünsche, die ein Schenker alleine nicht erfüllen könne. „Die lösen dann gleich mehrere Gutscheine für einen höherwertigen Artikel ein“, beobachtet André Köllner, Marktleiter bei Euronics. Anstatt „Geiz ist geil“ herrsche im Weihnachtsgeschäft stärker die Devise „man gönnt sich ja sonst nichts“. Der Uelzer vertraue zunehmend auf die Binnenwirtschaft, lasse sein Geld in seiner Stadt und genieße den Service, den er vor Ort in Anspruch nehmen könne. „Die haben die Nase voll davon, bei Reklamationen ständig in der Warteschleife zu hängen“, heißt es im Elektrofachhandel.

Und noch aus einem weiteren Grund lohnt sich der Bummel durch Uelzen: Auch in der Uhlenköperstadt sind die ersten Schnäppchen bereits mit Rotstift ausgezeichnet. „Auffällig war die steigende Zahl auswärtiger Kunden, die sowohl in der Sportabteilung, aber auch bei den Haushaltswaren, wie Porzellan, Gläser und hochwertigen Küchengeräten und kleineren Haushaltsgeräten fündig wurden“, berichtet Monika Hennig, Geschäftsführerin bei CEKA.

Von Angelika Jansen

Kommentare