Uelzener sehen keinen Anlass dafür, sich für einen Katastrophenfall zu wappnen

Einkaufen ja, Panik nein: „Was steht uns denn bevor?“

js Uelzen. Uelzens SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann ist einigermaßen erstaunt. Dass die Bundesregierung jetzt anrege, Lebensmittelvorräte anzulegen, um sich für den Katastrophenfall zu wappnen, erschließe sich ihr nicht wirklich.

Die Lebensmittelversorgung, so Lühmann weiter, sei auskömmlich. Dass ein Terroranschlag die Versorgung der Bevölkerung erntshaft gefährden könne, das sehe sie nicht. Das könne sie sich auch nicht wirklich vorstellen, sagt die Bundespolitikerin.

Ihr Bundestagskollege Hennig Otte (CDU) hebt hervor, dass die Pläne des neuen Zivilschutzkonzeptes schon seit vier Jahren in der Pipeline seien. Dass die Diskussion jetzt hochgekocht sei, habe man der allgemeinen Sicherheitslage zu schulden. Gleichwohl sieht der Politiker die Sache eher entspannt. Es gebe keinen konkreten Anlass, sich jetzt die Vorratskammern zu füllen,

Erika Predöhl kann den Aufruf nicht nachvollziehen.

So wie Kirsten Lühmann und Henning Otte geht es auch drei Uelzenern. Sie sei ziemlich schockiert gewesen, sagt Erika Predöhl. So was kenne man aus Kriegs- und Katastrophenzeiten, sagt sie. Davon sei man im Lande weit entfernt.

Nina Nienkamp fragt sich, ob man Angst haben muss.

Nina Nienkamp, die vor einem Uelzener Supermarkt gerade ihren Kofferraum mit Lebensmitteln füllt, ist ebenfalls mehr als verwundert. „Muss man jetzt Angst haben“, fragt die Frau. Wo komme die Diskussion plötzlich her, so die Mutter.

Hans Wingert hält es für Panikmache.

Hans Wingert ist ebenfalls mehr als erstaunt über die Debatte. „Was steht uns denn bevor“, fragt der Uelzener Rentner.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare