Trümmerfeld Katasteramt: Makler Jörg Steffen sucht einen Käufer für das Grundstück

Warten auf eine Lösung

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Das Trümmerfeld auf dem ehemaligen Gelände des Uelzener Katasteramtes sollte spätestens Ende Mai verschwunden sein, sagte der Eigentümer. Der Schutthaufen liegt aber immer noch dort.

Uelzen. Häuser werden abgerissen, Neubauten entstehen.

Doch bevor von den neuen Gebäuden in der Uelzener Innenstadt etwas zu sehen ist, ist die Sorge groß, dass auf einem der zu bebauenden Grundstücke an der Gudesstraße, Schuhstraße, an der Lüneburger oder auch an der Veerßer Straße ein „zweites Katasteramt“ entstehen könnte. Denn an der Ecke Gudesstraße/Mauerstraße wurde vor etwa einem Jahr das verfallene und durch mehrere Brände stark beschädigte Fachwerkhaus abgerissen. Der Bauschutt wird seit Herbst vergangenen Jahres jedoch nicht abtransportiert. Nun wird für das Grundstück ein Käufer gesucht. „Es gibt einen Interessenten, aber das würde ich noch nicht als ernsthaft bezeichnen“, sagt Jörg Steffen aus Lüneburg, der Eigentümer der Bauschutt-Fläche, auf der das ehemals denkmalgeschützte Katasteramt stand. Wie es dort weitergeht, darüber möchte er keine Auskunft geben und vertröstet wieder auf Ende des Monats. Zu seinem Versprechen, Ende Mai sei das Trümmerfeld nicht mehr zu sehen, möchte er sich nicht äußern.

Der Immobilienmakler erklärt den Schandfleck am Eingang der Uelzener Innenstadt mit Versicherungsquerelen. Da das Dachgeschoss des Katasteramts vor dem Abriss abgebrannt war und im gesamten Mauerwerk Schäden durch das Löschwasser entstanden waren, besteht er noch immer auf der Zahlung einer Gebäudeversicherung. Ursprünglich hatte Steffen das Grundstück selbst bebauen wollen, für Büros oder Einzelhandel.

Ob der Wert des Grundstücks höher ist als die Kosten für die Abbrucharbeiten ist allerdings in der Baubranche umstritten. Nach AZ-Informationen wird der Wert der Fläche auf rund 50 000 Euro geschätzt.

Für den Abriss kooperierten die Uelzener Firma Kewitz und der Lüneburger Betrieb Wertheimer, die rund 70 000 Euro in Etappen für ihre Arbeit verlangten. Da schon am Anfang Zahlungen ausblieben, hatten sie ihre Arbeit eingestellt. Man habe Steffen einen Aufschub gewährt, berichtet Thomas Wertheimer. „Jetzt suchen wir gemeinsam einen Weg, wie es weitergehen soll.“ Auf dem Postweg hätten sie den Eigentümer des Grundstücks angeschrieben. „Wir warten jetzt auf eine Antwort.“

Der städtische Baudezernent Karsten Scheele-Krogull betont auf Anfragen immer wieder, dass der Stadtverwaltung „die Hände gebunden“ seien – solange von dem Trümmerfeld keine Gefahr ausgeht. Der Eigentümer sei in der Pflicht.

Von Diane Baatani

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