Stadt bedient Bedarf mit Neubau

Warteliste für Kita-Plätze: Große Nachfrage macht weitere Betreuungs-Einrichtung nötig

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993 Plätze in den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen „Kita“ wie in dieser vom DRK gibt es zum kommenden Kindergartenjahr in Uelzen. Derzeit passen Angebot und Nachfrage nur bedingt zusammen, weitere Plätze sollen helfen.

Uelzen. Kita-Plätze sind in Uelzen derzeit ein rares Gut. Auf AZ-Anfrage teilt die Stadt mit, dass es derzeit eine Warteliste gebe, auf der 52 Kinder stünden. Von diesen Kindern benötigten 38 einen Kita-Platz und 14 einen Krippenplatz.

Wie dramatisch ist also die Situation? Grundsätzlich hieß es hierzu jüngst auf einer Sitzung des Ausschusses für Generationsfragen, Integration und Soziales, dass die Anmeldungen steigen. Die Zahl der Plätze, die frei würden, schwanke hingegen.

Trends, so Petra Heinzel, Leiterin vom Familien Service-Servicebüro seien, dass mehr Eltern von 1- bis 2-Jährigen einen Platz beanspruchten, dass Ganztages-Angebote besonders nachgefragt würden und dass sich auch im Betreuungs-Bereich die Flüchtlings-Thematik bemerkbar mache. Durch zeitintensive Sprach- und Integrationskurse der Eltern entstehe zusätzlicher Betreuungsbedarf. Aber auch unabhängig von Flüchtlingen spiele Zuzug nach Uelzen bei den Betreuungsplätzen eine Rolle. Jörg Kramer, Ausschussmitglied der SPD, bezeichnete in diesem Zusammenhang den Ausbau des Platzangebotes als „nötiger denn je“.

Aber die Stadt reagiert auch bereits. Wie sie in einer Pressemitteilung schreibt, entstehen zum kommenden Kita-Jahr neue Plätze in einer Ganztagesgruppe für 3- bis 6-Jährige bei Lebenleben. Die Stadt böte ab August dann insgesamt 993 Plätze. Darüber hinaus solle das Betreuungsangebot weiter ausgebaut werden. Mit dem Bau einer neuen Einrichtung solle 2017 begonnen werden. In dieser würden dann mindestens zwei weitere Gruppen angeboten.

Die Stadt verweist auch auf das bisher Erreichte: In den vergangenen Jahren seien aufgrund der großen Nachfrage nach ganztägiger Betreuung 164 zusätzliche Ganztagesplätze für 3- bis 6-jährige Kinder durch Umwandlung von Teilzeit-Plätzen in Ganztagesplätze geschaffen worden.

Im Übrigen, so die Stadt weiter, gebe es auch Plätze, die zu August frei würden, von Eltern aber aus unterschiedlichen Gründen nicht unbedingt angenommen würden. Genannt werden die Betreuungszeiten, die Erreichbarkeit der Einrichtung oder die familiäre Situation.

Die Stadt macht Eltern, die mit ihrem Betreuungswunsch auf der Warteliste landen, zudem Mut: Erfahrungsgemäß würden im Laufe eines Kita-Jahres immer wieder Plätze frei, sodass Kinder von der Warteliste nachrücken könnten. Eltern könnten sich mit Betreuungswünschen jederzeit an das Familien-Servicebüro wenden. Kontakt: (0581) 800 62 82.

Von Steffen Kahl

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