Wetterexperte: Unwetter in der Region sind nicht genau vorhersagbar

Wann es rumst, weiß keiner

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In Eibenstock im Erzgebirge musste ein Traktor beim Räumen der Straße nach einem heftigen Hagelschauer helfen.

Uelzen. In nur wenigen Stunden soviel Regen wie sonst im ganzen Mai – die Sonntagsunwetter haben im Süden Deutschlands ganze Ortschaften verwüstet und mindestens vier Menschen das Leben gekostet.

Und auch für den Landkreis Uelzen warnen die Wetterdienste für diese Woche vor weiteren schweren Unwettern.

Während es zum Beispiel im 40 Kilometer entfernten Salzwedel bereits am Sonntag schwere Gewitter gab, blieb der Kreis Uelzen bis auf ein paar Blitze und heftige Regenschauer zumindest noch am Wochenende von Unwettern verschont. „Konkrete Vorhersagen für Städte oder Gebiete sind bei solchen Wetterlagen grundsätzlich schwierig bis unmöglich“, sagt dazu AZ-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski. Man könne die Gefahrenzonen nur sehr großflächig benennen. Ob es Uelzen oder Bienenbüttel trifft, „das kann man nur ein bis zwei Stunden vorher prognostizieren – wenn überhaupt. Da ist Vieles vom Zufall abhängig.“

Und wenn es dann ein Gebiet erwischt, kann es bei der derzeitigen Wetterlage richtig übel werden, so „Zaki“ weiter: „Wenn die Höhenwinde so schwach sind, bleiben die Gewitter längere Zeit stehen oder pendeln etwas hin und her, in den betroffenen Regionen regnet es dann massiv und Überschwemmungen sind möglich“.

Für die Region Uelzen gebe es am heutigen Dienstag noch einmal eine Unwettergefahr, auf einen etwas entspannteren Mittwoch folgt dann am Donnerstag voraussichtlich ein neues Tief aus dem Osten. Erst zum Wochenende sehe es dann endgültig nach Besserung aus. Grundsätzlich sei eine Gewittergefahr über so viele Tage sehr ungewöhnlich: „Das hängt mit den gewaltigen Temperaturunterschieden zusammen, im Süden ist es zehn Grad kälter als bei uns“, weiß Zakrzewski.

Von Thomas Mitzlaff

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