Neues Schauspielhaus soll weiterhin im Eigentum des Vereins bleiben / Satzung wird geändert

Vorstand sichert Bühnen-Zukunft

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Wollen die Aktivität des Vereins aufrechterhalten: Schatzmeister Jens Kunze (von links, vorne), die stellvertretende Vorsitzende Cornelia Bettlewski, Vorsitzender Frank Labatz und Schriftführerin Sabine Spangenberg (hinten).

Uelzen. Ein neues Team will dem Verein zur Förderung der Kunst im Kreativen Speicher wieder Leben einhauchen: Frank Labatz, Cornelia Bettlewski, Sabine Spangenberg und Jens Kunze bilden seit Montagabend den Vorstand des Vereins und wollen somit die Zukunft von Reinhard Schamuhns Neuem Schauspielhaus sichern.

Etwa ein halbes Dutzend Mitglieder hatte der Verein lediglich, als das vorige Vorstandsmitglied Waldemar Nottbohm aus Hitzacker noch einmal zur Mitgliederversammlung einlud, um den Verein in eine neue Bahn zu lenken, erklärt Vorstandsvorsitzender Frank Labatz. Der ehemalige Mitstreiter Dieter Fuchs, der in der Schweiz lebt, habe vor etwa zwei Monaten den Vereinsvorsitz abgelegt.

Nachdem am Montag in kleiner Runde beschlossen wurde, dass sich die vier Personen künftig um der Erhalt des Kreativen Speichers bemühen sollen, bekam der Verein auch noch einen Motivationsschub: Rund 20 Personen, die schon zuvor einen Antrag zur Aufnahme in den Verein unterschrieben hatten, aber keine zweite Unterschrift mehr zur Bestätigung der Mitgliedschaft aus dem alten Vorstand erhalten hatten, konnten nach den Wahlen nun auch offiziell dem Verein beitreten. Damit verbunden war ein Wehmutstropfen für einzelne Neulinge in der Einrichtung, die schon gerne die Wahl für den Neuanfang mit begleitet hätten, wie Frank Labatz einräumt. Er stellte den Anwesenden sogleich in Aussicht, dass der erste Schritt sei, die rechtlichen Gegebenheiten zum Erhalt des Vereins von Amtsgericht und Finanzamt bestätigen zu lassen, und dass, sobald die Fortsetzung der Aktivität gesichert ist, erneut eine Mitgliederversammlung stattfinden solle. „Dann können die Wahlen gerne wiederholt werden, wenn Bedarf ist“, betont er.

Für den Vorstand des Kreativen Speichers drängte die Zeit, erläutert der Vorsitzende. Laut Satzung gehört, wie berichtet, das Neue Schauspielhaus zum Eigentum des Vereins, solange der Verein aktiv ist. Dass die Arbeit auch rund fünf Monate nach dem Tod des ehemaligen Schauspielhaus-Leiters Reinhard Schamuhn fortgeführt werden kann, wollen sie sich bestätigen lassen. „Das Vorrangige ist, die Örtlichkeit zu erhalten“, sagt Labatz. Dafür wollen sie in der Satzung zum Beispiel eintragen lassen, dass bei Auflösung des Vereins das Vermögen – das Neue Schauspielhaus – nicht mehr an die Stadt Uelzen fällt, sondern auf eine andere gemeinnützige Organisation übertragen wird.

Für das Gremium steht fest: „Der Verein wird grundsätzlich nicht mehr als Veranstalter auftreten.“ Das Gebäude solle für Veranstaltungen vermietet werden können an andere Organisationen, beispielsweise an die Kreisvolkshochschule, den Bund Bildender Künstler oder den Kulturkreis, erklären sie. Rund zehn Benefizaufführungen zugunsten des Schauspielhauses sind für das erste Quartal 2014 schon organisiert.

Der Vorsitzende Frank Labatz lebt in Hannover, ist aber gebürtiger Uelzener. In den 90er Jahren ist er selbst mit seinem Comedy-Programm unter anderem im Kreativen Speicher aufgetreten und hat auch andere Kleinkunst-Aktionen mit Reinhard Schamuhn zusammen durchgeführt.

Von Diane Baatani

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