Vorfreude auf neue Räume

BBS-II-Leiterin Annette Due blickt noch einmal auf die alten Möbel im Gebäude an der Veerßer Straße, die jetzt entsorgt werden. In den Ferien ziehen die BBS II in die Löns-Schule um. Foto: Schossadowski

Uelzen. Die Tische, Stühle und Schränke, die sich derzeit im Gebäude an der Veerßer Straße 53 stapeln, sind ein Symbol für den Abschied und zugleich für den Neuanfang der Berufsbildenden Schulen (BBS) II. Denn zum neuen Schuljahr wird die Abteilung Sozialpädagogik der BBS II ihr angestammtes, aber reichlich betagtes Domizil verlassen und in die Hermann-Löns-Schule umziehen. „Die neuen Räume dort sind für uns eine deutliche Verbesserung“, sagt BBS-II-Leiterin Annette Due voller Vorfreude. „Das ist eine Qualitätssteigerung für unseren Unterricht.“

Wie berichtet, müsste das 1949 errichtete Gebäude an der Veerßer Straße dringend saniert und erweitert werden. „Uns fehlen hier einfach die Fachräume“, bemängelt Due. „Und der Brandschutz genügt auch nicht mehr heutigen Ansprüchen.“ Beispielsweise ist eine der Treppen ins Obergeschoss sehr eng und aus Holz gebaut – im Brandfall könnte sie zur Todesfalle werden. Doch eine Sanierung des maroden Gebäudes würde den Kreis Uelzen mehrere Millionen Euro kosten.

Due kann es kaum erwarten, dass die BBS II bald ihr neues Domizil im Anbau und im ersten Stock des Hauptgebäudes der Hermann-Löns-Grundschule beziehen. Dort stehen deutlich größere und modernere Räume zur Verfügung. Ganz aufgegeben wird der Standort an der Veerßer Straße aber noch nicht. Voraussichtlich für ein weiteres Jahr werden die BBS-Schüler der Abteilungen Sozialpädagogik und Hauswirtschaft/Pflege dort noch die Schulküche nutzen und Essen kochen. Denn die dringend benötigte neue Küche im BBS-II-Gebäude an der Esterholzer Straße wird wohl erst 2012 fertig sein. „Für uns ist das eine besondere Situation, die zum Glück aber nur vorübergehend ist“, sagt Due.

Unterdessen laufen in der Löns-Schule die Vorbereitungen für den Einzug der BBS II. Umzugskisten, Schränke, Stühle, Tafeln und ein Heer von Computer-Monitoren stehen schon in den Fluren der Grundschule – bereit, in den kommenden Wochen eingeräumt und installiert zu werden. Größere Umbauten sind jedoch nicht erforderlich. Frei geworden sind die Räume, weil sieben ausgelagerte Klassen des Herzog-Ernst-Gymnasiums nach den Ferien von dort in die Pestalozzi-Schule am Emsberg umziehen werden.

Anneliese Witkowski, Rektorin der Löns-Schule, ist überzeugt, dass das Miteinander von Grund- und Berufsschülern zu neuen Kooperationsmöglichkeiten führt. „Unter einem Dach wird sich einiges ergeben“, meint sie. Zum Beispiel könnten die angehenden Erzieherinnen künftig in Grundschulklassen hospitieren. Aber auch gemeinsame Vorleseprojekte kann sich Witkowski vorstellen. „Je größer der Altersunterschied ist, desto besser klappt das“, blickt sie dem Einzug positiv entgegen.

Von Bernd Schossadowski

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