Vorfreude auf neue Räume

In auffälligen Grau- und Rottönen präsentiert sich das neue Verwaltungsgebäude des Kreis-Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) in Oldenstadt. Die Arbeiten sind voraussichtlich in acht Wochen beendet, die Baukosten liegen bei rund 1,9 Millionen Euro. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Vor einem Jahr haben die Arbeiten auf dem Betriebshof in Oldenstadt begonnen, jetzt nähert sich der Umbau der Gebäude des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) und der Kreisstraßenmeisterei der Zielgeraden. „Ende August wollen wir einziehen“, sagt AWB-Leiterin Renate König. In ihrer Stimme schwingt Hoffnung mit. Eigentlich sollten die Arbeiten in diesen Tagen beendet sein, doch der frühe Wintereinbruch im vergangenen Jahr machte der Baufirma einen Strich durch die Rechnung und verzögerte die Fertigstellung um gut zwei Monate.

Rund 1,9 Millionen Euro investiert der AWB in die Erweiterung und Modernisierung seines Betriebshofes. Parallel zur Bundesstraße 191 entsteht dort ein neues Verwaltungsgebäude mit moderner dunkelgrau-roter Fassade. In dieses Domizil werden 15 Mitarbeiter des AWB und der Straßenmeisterei einziehen, deren Büros sich derzeit im Uelzener Kreishaus befinden. Die Konzentration am Standort Oldenstadt hat nach Ansicht von Baudezernent Frank Peters einen entscheidenden Vorteil. „Die Wege zwischen unserem operativen Geschäft auf dem Betriebshof und dem Kreishaus entfallen künftig“, sagt er. „Das vereinfacht die Arbeitsabläufe vor Ort.“

Darüber hinaus wird das bestehende Sozialgebäude auf dem AWB-Gelände renoviert und erweitert. So stehen den Beschäftigten demnächst mehr Umkleide- und Duschräume zur Verfügung. Auch die Aufenthaltsräume werden ansprechender und moderner gestaltet. Beide Trakte – Verwaltungsgebäude und Sozialbereich – werden durch ein Treppenhaus miteinander verbunden. Zudem lässt der AWB Solarkollektoren auf einem der Gebäudedächer einbauen. „Die Anlage dient der Warmwassergewinnung“, erklärt Renate König.

Sie hat trotz der Widrigkeiten, die während des Umbaus auftraten, ihren Optimismus nicht verloren. Die lange Frostperiode und der viele Schnee vor Weihnachten brachten die Arbeiten zum Stillstand. „Den kompletten Dezember konnten wir nicht mehr am Rohbau weiterarbeiten“, erinnert sie sich. Die Zeitverzögerung habe auch den Beschäftigten von AWB und Straßenmeisterei einiges abverlangt. Ihre Büros sind seit Sommer 2010 provisorisch in Containern untergebracht. „Die Belastung der Mitarbeiter war sehr hoch“, bilanziert Renate König. Umso mehr freut sie sich, dass der Umzug nun bald bevorsteht.

Von Bernd Schossadowski

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