Voller Einsatz an den Schläuchen / Magere Beteiligung an Wettkämpfen

Feuerwehr: Uelzen und Masendorf gewinnen Leistungswettbewerbe

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Das war nicht geplant: Bei der Wasserentnahme rutschte einer der Feuerwehrleute aus der Westerweyher Wettkampfgruppe mit den Füßen ins Wasserbecken.

Uelzen. So etwas nennt man vollen Einsatz. Als die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Westerweyhe ein Ende des Saugschlauches an ihr Löschfahrzeug anschließt und das andere in die Wasserentnahmestelle legt, passiert es: Einer der Feuerwehrleute verliert auf dem nassen Untergrund den Halt und rutscht mit beiden Füßen in das Wasserbecken.

Doch zum Glück ist nicht viel passiert – und nach einer Schrecksekunde ist der Feuerwehrmann wieder draußen und unterstützt den Aufbau der Wasserversorgung.

Es waren anspruchsvolle, actionreiche Aufgaben, die die neunköpfigen Gruppen der Einsatzabteilungen am Sonnabend bei den Uelzener Stadtleistungswettbewerben zu meistern hatten. Ausgerichtet wurde das Ganze von der Ortswehr Uelzen auf dem Gelände neben der Feuerwehrtechnischen Zentrale an den Bartholomäiwiesen. Zugleich fanden dort die Traditionswettbewerbe, auch Eimerfestspiele genannt, und die Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren statt.

Bei den Einsatzabteilungen waren Schnelligkeit, die korrekte Ausführung der Aufgaben und das Einhalten der Dienstvorschriften gefragt. Die Wertungsrichter und Bahnleiter Matthias Giere achteten auf jede Kleinigkeit. Nach der Wasserentnahme galt es unter anderem, mit C-Schläuchen einen Löschangriff von einem Holzturm und die Sicherung vom Boden zu simulieren. Drei Kanister mussten dabei mit dem Wasserstrahl umgespritzt werden.

„Na, erster Platz?“, fragt Timon Oetzmann, Mitglied der Westerweyher Gruppe, scherzhaft bei der Nachbesprechung. „Knapp“, antwortet Bahnleiter Giere lachend. „Es ist noch Potenzial nach oben. Aber Ihr startet wenigstens.“ Denn genau das war das Problem: Von den 13 Ortsfeuerwehren der Stadt Uelzen nahmen lediglich fünf am Leistungswettbewerb teil. Dafür macht Uelzens Ortsbrandmeister Reiner Seidel vor allem die Ferien verantwortlich. Viele Feuerwehrleute seien noch verreist. Eine andere Erklärung hat Giere. „Im Jugendalter gibt es oft andere Interessen als die Feuerwehr, sodass man keine Gruppen für solche Wettbewerbe zusammenbekommt“, bedauert er.

Von einem Holzturm mussten die Wehren einen Kanister herunterspritzen. Damit simulierten sie einen Löschangriff.

Für die teilnehmenden Wehren gibt es am Ende Pokale. Bei den Stadtleistungswettbewerben siegen die Gastgeber aus Uelzen in der Kategorie Löschfahrzeug-Gruppen, Zweiter wird Westerweyhe, Dritter Oldenstadt. Bei den Tragkraftspritzen-Gruppen gewinnt Masendorf vor Holdenstedt. Die Traditionswettbewerbe in der Wertungsgruppe Alt entscheidet Molzen I für sich, in der Gruppe Mittelalt gewinnt Klein Süstedt, das auch den Pokal für die schnellste Gesamtzeit erhält. Sieger bei den Jugendwehren wird Oldenstadt vor Uelzen sowie Kirch-/Westerweyhe.

Begonnen hatte der Tag mit einem Umzug der Uelzener Ortswehr in historischen Uniformen und der Übergabe ihrer Statuten an Bürgermeister Jürgen Markwardt. Dazu gibt es eine Bildergalerie unter

Von Bernd Schossadowski

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