Wochenende voller Kultur und Italien-Flair: Uelzener genießen buntes Treiben

Viertel nicht mehr im Abseits

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Mit „Bella Italia“, dem bunten Treiben am Sonnabend auf dem Schnellenmarkt und in den angrenzenden Straßen, sowie dem „Stadtfrühstück“ gestern sei es zudem gelungen, ein ganzes Viertel wieder ins Bewusstsein der Bürger zu rufen.

Uelzen. Lieder in der Au, das Ärztival, das kunterbunte Kulturfest: Die vergangenen drei Wochenenden sind für Citymanager Joachim Lotz Beleg für eine „lebendige Stadt Uelzen mit Einwohnern, die das Kulturangebot annehmen“.

Mit „Bella Italia“, dem bunten Treiben am Sonnabend auf dem Schnellenmarkt und in den angrenzenden Straßen, sowie dem „Stadtfrühstück“ gestern sei es zudem gelungen, ein ganzes Viertel wieder ins Bewusstsein der Bürger zu rufen. „In den vergangenen Jahren drohte das Viertel immer mehr ins Abseits zu geraten, jetzt ist eine Wende möglich“, sagt Lotz. Er erinnert an das Projekt „Ab in die Mitte! Die City Offensive Niedersachsen“, bei dem die Stadt Uelzen als eine von neun Gewinnerinnen ausgezeichnet wurde und 37 000 Euro für sechs eingereichte Veranstaltungen im Schnellenmarktviertel erhielt.

Die Idee, in diesem Stadtgebiet italienisches Flair verbreiten zu wollen und ein Frühstück unter freiem Himmel anzubieten, ist aufgegangen. Am Sonnabend waren die aufgestellten Bänke bis in den späten Abend hinein voll besetzt. Besucher des Frühstücks gestern Morgen meinten mit einem Augenzwinkern gleich sitzengeblieben zu sein. Eingebunden waren „Bella Italia“ und das Stadtfrühstück in das kunterbunte Kulturfest, das vom Kulturkreis und dem Citymanagement organisiert wurde. An vielen Orten Uelzens waren Veranstaltungen und Vorführungen zu erleben. So wurde bereits am Freitag eine Karl-May-Vorstellung im Atrium des Rathauses gegeben. Das Atrium diente dann am Sonnabend auch als „offene Bühne“, auf der unter anderem Wortakrobaten ihre Können unter Beweis stellten. In einem Zelt auf dem Herzogenplatz wurde unter dem Motto „Ich bin Kunst“ – ein Projekt, bei dem Jugendliche mit Künstlern zusammenarbeiten – eifrig gemalt und gebastelt.

Nach diesem vollgepackten Veranstaltungswochenende ist jedoch noch nicht Schluss mit den Kulturangebot in Uelzen. Die Schlacht der Spielmannszüge sowie der Handwerkermarkt und die Schlosswochen stehen noch aus. Citymanager Lotz erhofft sich dafür einen ebenso großen Zuspruch durch die Uelzener und Kreisbewohner wie an diesem Wochenende.

Bei der Premiere von „Lieder in der Au“ sei man aus den unterschiedlichsten Gründen noch hinter den Erwartungen, was Besucherzahlen betrifft, zurückgeblieben, so dass Lotz noch nicht sagen kann, ob es eine Wiederauflage geben wird. Angesichts der Besucherzahlen bei „Bella Italia“ und dem Stadtfrühstück sei eine Fortsetzung dieser beiden Veranstaltungen aber gewiss.

Von Norman Reuter

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