Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche investieren sieben Millionen Euro

Vier neue Silos im Hafen

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Die Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche wollen ihre Lagerkapazitäten im Uelzener Hafen erweitern. Dafür will das Landhandels-Unternehmen vier neue Silos errichten. Vor zwei Jahre baute die VSE bereits drei Silos mit je 3000 Tonnen Fassungsvermögen.

Uelzen. Volker Bormann, Geschäftsführer der Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche (VSE), erwartet fast täglich die Baugenehmigung von der Bauverwaltung der Stadt Uelzen.

Schließlich sollen zur Erntesaison im Sommer Lagerkapazitäten für weitere 15 000 Tonnen Getreide im Uelzener Hafen zur Verfügung stehen. Dafür will die VSE vier neue Silos an den Kais des Elbe-Seitenkanals hochziehen.

„Die Nachfrage an Aufnahmekapazitäten ist den vergangenen Jahren ständig gestiegen“, sagt Bormann. Große und vor allem ausreichende Lagermöglichkeiten seien nötig, um nicht in der Erntezeit den Markt mit Getreide fluten zu müssen. Habe man Lagersilos als Puffer, könne man Getreide zu Zeiten im Jahr verkaufen, an denen die VSE möglicherweise bessere Preise als in der Erntesaison erziele. „Aber man kann auch später im Jahr schlechtere Konditionen bekommen“, weiß Bormann.

Auch sei die Logistik bei der Schifffracht komplizierter. „Wenn man in der Erntezeit ein Schiff am Kanalkai liegen haben will, muss man es jetzt ordern“, so der Geschäftsführer. Nur: Wenn der Lastkahn in der Saison festmache und es werde wegen schlechten Wetters nichts gedroschen und somit nichts geliefert, könne der Binnenschiffer auch nicht ewig warten. Insofern seien ausreichend Kapazitäten erforderlich, damit die VSE flexibel reagieren könne.

Vor zwei Jahren hat das Unternehmen bereits drei Silos zu je 3000 Tonnen Fassungsvermögen hochgezogen. Im Jahr schlagen die VSE zwischen 20 000 und 25 000 Tonnen Gerste, Weizen und Roggen im Uelzener Hafen um. Raps solle demnächst dazu kommen, so Bormann. Insgesamt hat die VSE seit 2014 sieben Millionen Euro in seine Hafen-Anlagen investiert.

Von Jens Schopp

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