Polizei teils ab 20 Uhr im Einsatz

Viele Fälle von Ruhestörungen bei privaten Sommerpartys

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Die Stimmung bei Grill- und Gartenpartys kann kippen, wenn die Polizei wegen einer Ruhestörung aufschlägt.

Uelzen. Sommer, Sonne, Gartenpartys – letztere sorgen im Landkreis Uelzen unter Nachbarn derzeit für Ärger. Der Polizei werden verstärkt Ruhestörungen gemeldet. Allein am vergangenen Wochenende waren es 14 Fälle aus dem Landkreis, die im Uelzener Kommissariat aufliefen.

Dabei erfolgten die Meldungen über zu laute Musik und über grölende Menschen in Gärten, auf Balkonen, oder in Wohnungen bei geöffneten Fenstern nicht immer erst in den Nächten. Die Polizei weiß von Fällen zu berichten, bei denen Anwohner zwischen 20 und 21 Uhr die Nummer des Kommissariats wählten. „Grundsätzlich gilt ab 22 Uhr die Nachtruhe“, sagt Polizeisprecherin Antje Freudenberg. Doch gerade Familien mit Kleinkindern, die zeitiger ins Bett gingen, seien Leidtragende, wenn in der Nachbarschaft gefeiert werde – „geschlafen wird jetzt vor allem bei offenen Fenstern.“

Rücksichtnahme sollte das oberste Gebot sein, so die Polizeisprecherin. Wer feiern wolle, sollte vorher mit den Nachbarn sprechen, sie zum Fest einladen oder aber, falls Bedenken bestehen, über einen alternativen Veranstaltungsort nachdenken. Denn Polizeieinsätze würden das nachbarschaftliche Verhältnis nachhaltig belasten.

Gerufene Polizisten suchen vor Ort das Gespräch mit dem Gastgeber, damit Ruhe einkehrt. Sie könnten bei Uneinsichtigen, so Freudenberg, auch Teile von Musikanlagen abbauen, um weitere Ruhestörungen zu unterbinden. Die Beamten haben zudem die Möglichkeit, Verwarnungsmeldungen zu verfassen. Diese gehen an die Ordnungsämter der Kommunen, die den Ruhestörer mit einem Verwarngeld belegen. Wie die Stadt Uelzen auf AZ-Anfrage mitteilt, erreichten seit Jahresbeginn 42 Verwarnungsmeldungen das Ordnungsamt – nicht ausgeschlossen, dass weitere die nächsten Tage eintreffen. Das Wetter bleibt ideal für Grill- und Gartenpartys.

Von Norman Reuter

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