IHK will bei Innenstadtentwicklung helfen – Präsident: Uelzen redet sich klein

„So viel Potenzial“

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Eine Reihe von Chancen für Uelzen listet IHK-Präsident Olaf Kahle auf, der sich jetzt in die Diskussion einschaltet.

Uelzen/Lüneburg. In die Diskussion um die Entwicklung der Uelzener Innenstadt schaltet sich jetzt auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg ein.

„Dieses Thema wird im laufenden Jahr ein ganz wichtiges für uns sein“, betont der neue IHK-Präsident Olaf Kahle. In der Uelzener Kaufmannschaft sei die Weiterentwicklung der Stadt ein zentrales Thema „und da ist die ausdrückliche Bitte an uns heran getragen worden, dass wir uns in bestimmte Projekte einschalten mögen“.

Jüngst hatte, wie berichtet, der Verein Ilmenaustadt große Resonanz für seinen Entwurf zur Umgestaltung des Herzogenplatzes als neues Zentrum in Uelzens City bekommen, Bürgermeister Jürgen Markwardt sprach von einem neuen Geist und einer Aufbruchstimmung in der Stadt.

Dazu will auch die IHK ihren Beitrag leisten: „Ich glaube, dass wir hier einen sehr starken Input geben können“, betont Kahle. Die Handelskammer wolle Ideen einbringen, sehe sich aber auch als Moderator.

Der IHK-Präsident fordert die Uelzener auf, grundsätzlich mehr Selbstbewusstsein bezüglich ihrer Stadt zu demonstrieren: „Ich finde Uelzen schön, es gibt hier eine Menge kreativer Menschen, die etwas bewegen wollen. Aber offenbar gibt es auch eine leichte Neigung, das eigene Können und die Möglichkeiten klein zu reden.“ Oder, anders gesagt: „Gefühlt ist in Uelzen kein großes Selbstbewusstsein vorhanden.“

Als Beispiel nennt Kahle das Klagen, auf halber Strecke zwischen den großen Städten habe Uelzen eine Zwitterstellung und profitiere von keinem „Speckgürtel“: Aus einer solchen Position könne man „etwas Negatives machen oder es als Chance begreifen, schließlich kann man aus zwei großen Metropolregionen schöpfen“.

Uelzen habe gute Lebensbedingungen, bezahlbaren Wohnraum und einen guten Anschluss für Pendler – „da ist so viel Potenzial, das genutzt werden sollte“.

Von Thomas Mitzlaff

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