THW-Jahr wurde von Elbe-Hochwasser bestimmt / Karsten Steinmann würdigte Einsatz der Mitglieder

Viel Lob für Kampf gegen Fluten

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Mitglieder des Uelzener THW-Ortsverbandes haben bei der Flut Deiche mit Sandsäcken gesichert.

Uelzen. Fast als Liebeserklärung an den Ortsverband Uelzen des Technischen Hilfswerkes (THW) konnte der Jahresbericht 2013 des Ortsbeauftragten Karsten Steinmann am Abend des Valentinstages verstanden werden.

Unter gebührender Würdigung der Teilnahme der THW-Mitglieder am Einsatzgeschehen, aber auch an „vielen Ausbildungs-, Dienst- und Übungsstunden“ zeigte Steinmann die Leistungsfähigkeit des im Katastrophenfall immer einsatzbereiten Verbandes auf. Im Mittelpunkt der Einsätze im vergangenen Jahr standen – verständlicherweise – die Hilfeleistungen bei den Überschwemmungen an der Elbe.

„Vor euch steht ein sehr alter Mann“ , sagte Sascha Plachetka, Zugführer Technischer Zug, bei seinem Bericht zum Hochwasser 2013 mit dem Hinweis, schon die dritte Jahrhundertflut erlebt zu haben. Demnach müsse er schon 300 Jahre alt sein, scherzte er. Mit viel Sachkenntnis erläuterte Plachetka dann für alle anwesenden Helfer und die zahlreichen Gäste aus Politik und Verwaltung die Ursachen und Entwicklungen der Fluten, die Prinzipien des Deichbaus sowie die Abfolge der bei ständig wechselnder Lage und Taktik der verantwortlichen Entscheider zu ergreifenden Maßnahmen des THW-Verbandes.

„Uelzen hat einen strategisch günstigen Standort, weil die Helfer recht zügig mit allem erforderlichen Material und Einsatzkräften ohne Umwege an verschiedene Stellen der Elbe gelangen können“, schilderte Plachetka. „Das Entsenden neuer Transportkomponenten konnte so bei der Elbe-Flut ohne Zeitverluste erledigt werden.“ Froh darüber mit den ausgebildeten Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren als Partner am Deich gestanden zu haben „und nicht ausschließlich mit zivilen Helfern, die den Umgang mit Katastrophensituationen nicht gewohnt sind“, richtete er seine Worte an die Kameraden der Feuerwehren, die als Gäste zur Jahreshelferversammlung des Technischen Hilfswerkes am Bohldamm gekommen waren.

Übrigens: Mit 72 aktiven Helfern liegt der Ortsverband Uelzen mit neun Helfern über dem vorgesehenen Soll. Und: Sechs aktive Frauen, 17 Reservehelfer, 23 Junghelfer und 37 Althelfer verstärken den Standort. In der Minigruppe für den THW-Nachwuchs werden derzeit 15 Kinder unter zehn Jahren betreut, zählte Karsten Steinmann auf. Das Fazit des Ortsbeauftragten zur Nachwuchsarbeit: „Wir kriegen das hin, die Jugend zu begeistern.“

Von Angelika Jansen

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