So viel Glück ...

. . .   auf ein Mal – das kann Uhlenköper kaum verkraften. Vor allem wenn die überdimensionale Glückssträhne in Form eines gewaltigen Vogelkleckses daher kommt, der in voller Fahrt mitten auf seiner Windschutzscheibe landete. So geschehen gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit.

Unser Mann ist gerade dabei, die letzten Kurven vor der Redaktion zu nehmen, da klatscht ihm eine handtellergroße Portion Vogeldreck direkt vor der Nase aufs Glas. Der Haufen, der ja bekanntlich Glück bringen soll, beginnt ganz langsam, sich im Fahrtwind schön gleichmäßig über die Frontscheibe zu verteilen. Uhlenköper weiß, was zu tun ist: Scheibenwischer an und Wischwasser aktiviert! Zu seinem Schrecken verschlimmert er damit nur alles und hat nun endgültig die komplette Windschutzscheibe vollgeschmiert. Er drückt den Hebel fürs Wischwasser voll durch, flutet quasi die Scheibe, bis er die Straße nur noch durch einen dicken Schaumteppich sieht – und bemerkt im Augenwinkel, dass der Vogelklecks nun nach links wandert und bereits dabei ist, sich über die Fensterscheibe der Fahrertür zu verteilen. Am Ende bringt es alles nichts: Die halbe Fahrerseite ist von einem einzigen Vogelschiet völlig verdreckt, dass am Ende nur noch die Fahrt in die Waschanlage bleibt. Das kommt davon, wenn man das Glück nicht einfach annimmt, wenn es schon direkt auf einen fällt, sinniert der Uhlenköper.

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