Verlorenes Vertrauen

Kreistag kritisiert Krisenmanagement des Helios-Klinikums Uelzen

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(Symbolfoto)

Uelzen/Landkreis. Verschobene Operationen, weil das OP-Besteck verdreckt war, resistente Keime. Das Helios-Klinikum Uelzen hat in den vergangenen Monaten Vertrauen verloren, bei den Patienten und den Mitgliedern des Kreistags.

Jacques Voigtländer

„Dem Klinikum ist das Vertrauen abhanden gekommen und das können wir auf Dauer nicht hinnehmen“, erklärt Jacques Voigtländer, SPD-Fraktionsvorsitzender im Uelzener Kreistag. Helios sei jetzt gefordert, zu handeln und die Sache ernst zu nehmen, um wieder gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. „Das ist sicher keine Geschichte, die man von heute auf morgen lösen kann“, sagt der SPD-Mann. Ein erster Schritt sei sicherlich die Anschaffung neuen OP-Bestecks. Aber er kritisiert auch: „An Kleinigkeiten wurde gespart, die im Ergebnis mehr als dämlich sind.“ Außerdem sei es wichtig, andere Themen anzugehen wie Verständigungsprobleme zwischen Arzt und Patient. „Das Ziel muss es doch sein, dass ich als Patient sage: ,Da gehe ich mit Vertrauen hin.’“ Das könne er noch nicht.

Stefan Hüdepohl

Ähnlich sieht CDU-Fraktionssprecher Stefan Hüdepohl die Lage. „Der Klinikbetreiber muss offen mit der Situation umgehen, das tut er nicht“, kritisiert er. Das sei aber notwendig, wenn Helios verlorenes Vertrauen zurückgewinnen wolle. Das könne nur mit reibungslosen Abläufen funktionieren und werde sicherlich kein einfacher Weg für das Krankenhaus. „Das muss auch im Sinne von Helios sein, weil sie ohne Vertrauen die Klinik nicht erfolgreich betreiben können“, sagt Hüdepohl. [...]

Von Lars Lohmann

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