24 Pfarrhäuser im Kirchenkreis / Finanzielle Situation verlangt Entscheidungen

Verkauf kein Tabuthema

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In Bad Bevensen wurde das 1966 erbaute Pfarrhaus an der Pastorenstraße veräußert.

Uelzen. Der Verkauf von Pfarrhäusern ist kein Tabuthema mehr. Auch für den Kirchenkreis Uelzen gilt das, wie Ralf Bode, Leiter des Kreiskirchenamtes im Gespräch mit der AZ sagt.

Bode hat die finanzielle Situation des Kirchenkreises und den Bestand von Gebäuden in kirchlichem Besitz im Blick: „Auf lange Sicht muss abgewogen werden, bei welchen Gebäuden eine Sanierung noch sinnvoll ist und bei welchen nicht mehr“, so der Amtsleiter. Um Einsparungen zu erzielen, könnte dann auch eine Veräußerung in Betracht kommen, formuliert er vorsichtig.

Solche Überlegungen sind dem Vorsitzenden des Hannoverschen Pfarrvereins, Pastor Andreas Dreyer von der hannoverschen Landeskirche, ein Dorn im Auge. Er hat die Veräußerungen evangelischer Pfarrhäuser im Land im Blick und fordert ein Moratorium für den Verkauf. Es sei unverantwortlich, das Tafelsilber zu veräußern, nur um vermeintlich schnelle Erlöse zu erzielen, erklärt er. Es sei keinesfalls geklärt, ob die erzielten Verkaufssummen wertstabil angelegt werden könnten. Man trenne sich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt von Immobilien, da diese als wertstabile Sicherheit von vielen anderen angestrebt würden.

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