Verkaufsfrist bis Oktober

Verhandlungen für Schloss Holdenstedt laufen weiter

Uelzen-Holdenstedt. Die Verhandlungen mit potenziellen Interessenten zum Verkauf des Schlosses Holdenstedt werden wie geplant fortgesetzt.

Die Gruppe WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis21/Rentnerpartei aus dem Uelzener Stadtrat hat ihren Antrag zurückgezogen, in dem sie die Verhandlungen zum Verkauf des historischen Gebäudes ohne zeitliche Beschränkung gefordert hatte. Die Vorgehensweise und das Verhalten der anderen Parteien hätten der Gruppe gezeigt, dass die Sichtweise, ohne zeitliche Beschränkung konsequent einen Verkauf dieses Grundstückes zu betreiben, keine Mehrheit finde.

Vorsitzender Burkhard Schorling (WIR für Uelzen) und seine Gruppe würden aber weiterhin zu ihrem Antrag stehen und appellieren an die übrigen Fraktionen, sich ebenso zu positionieren. „Die Vorbereitung eines Verkaufs auf ein halbes Jahr zu beschränken, keinen Abriss des Gebäudes einzuplanen sowie nach Ablauf des halben Jahres von Verkaufsverhandlungen abzusehen, um ein Sanierungsgutachten auf den Weg zu bringen, halten wir für den falschen Weg.“ Dieses Vorgehen zöge Millionenausgaben nach sich.

Wie berichtet, hatte die Politik beschlossen, bis Oktober zu versuchen, das Schloss Holdenstedt zu vermarkten. Verkaufsbasis ist nach Angaben der Stadt ein „höherer sechsstelliger Betrag“. Wenn innerhalb dieses Zeitrahmens kein Kaufvertrag abgeschlossen wird, müssten die Bedingungen für eine Sanierung festgestellt werden. Für ein Gutachten, das den Sanierungsbedarf ermittelt, würde dann voraussichtlich ein niedriger sechsstelliger Betrag in den Haushalt 2015 eingestellt werden.

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Die Frist von sechs Monaten passe in den zeitlichen Rahmen, erklärt gestern Stefan Hüdepohl, Vorsitzender der CDU/UWG/Grünen-Gruppe, da anschließend die Haushaltsplanberatungen für 2015 beginnen. Die Verkaufsfrist könne aber auch über Oktober hinaus verlängert werden. Die Kommune sei verpflichtet, für die Unterhaltung des Schlosses zu sorgen, sollte sich nicht bis dahin ein Investor finden.

Dennoch könnten Verhandlungen auch nach den sechs Monaten fortgesetzt werden. Es würde dann lediglich ein neuer Beschluss der Politik dafür benötigt.

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