„Es riecht nach Konflikt“

Verdi: Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Helios-Kliniken festgefahren

+
Auch für die rund 750 Mitarbeiter des Uelzener Helios-Klinikums geht es bei der zurzeit laufenden Tarifrunde um mehr Geld.

js Uelzen. Für die Beschäftigten der Krankenhäuser des Helios-Konzerns in Niedersachsen laufen die Tarifverhandlungen. Und es riecht nach Arbeitskampf.

Die Gewerkschaft Verdi ist mit dem Angebot von Helios alles andere als zufrieden, wie sie in einer Pressemitteilung berichtet.

Verdi fordert für die 4500 Beschäftigten in den sieben Kliniken in Niedersachsen (unter anderen Uelzen, Gifhorn und Wittingen) Einkommenserhöhungen in Höhe von sieben Prozent, mindestens 175 Euro. Zentrale Forderung ist zudem die Übernahme aller Auszubildenden, schreibt die Gewerkschaft. Laut Verdi biete Helios 2,4 Prozent mehr Gehalt rückwirkend ab dem 1. Januar dieses Jahres, 1,7 Prozent ab Februar 2017 sowie noch einmal 1,2 Prozent ab Oktober 2017. Die Verhandlungen träten auf der Stelle, so die Arbeitnehmervertretung.

Verdi-Verhandlungsführer Ralf Krüger sagt: „Gegenüber dem bisherigen Angebot hat Helios zwar etwas nachgebessert. Auf ein Jahr Laufzeit berechnet, beträgt das Angebot aber weiter gerade einmal 2,1 Prozent und ist damit weit unter unseren berechtigten Forderungen.“ Und André Schramm, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Krankenhauses in Uelzen, ergänzt: „Uns laufen die Leute weg, wir haben jetzt schon viele unbesetzte Stellen, weil wir einfach bei dem Gehalt kaum jemanden finden.“

Die Bilanz von Verhandlungsführer Ralf Krüger: „Es riecht nach Konflikt. Wenn Helios nicht beim kommenden Verhandlungstermin am 18. Mai das Angebot ordentlich erhöht, sind Streiks wahrscheinlich.“

Dem hält Helios entgegen: „Wir sind davon überzeugt, dass das verbesserte angebotene Gesamtpaket – insbesondere mit Blick auf die bereits heute bestehenden Tarifniveaus und die unterschiedliche, insbesondere wirtschaftliche Situation der Kliniken – eine gute Basis darstellt, auf deren Grundlage wir die Verhandlungen im Mai 2016 weiterführen und erfolgreich abschließen können“, schreibt Pressesprecherin Ulrike Grönefeld. Helios halte es daher für übertrieben, von einem Stillstand der Verhandlungen zu sprechen und darüber hinaus Warnstreiks herbeiführen zu wollen, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Kommentare