Veerßer Straße frei für Fußgänger?

Fußgängerzone von der Turmstraße bis zum Alten Rathaus: Das schlägt die Verwaltung jetzt vor.

Uelzen - Von Marc Rath. In der Diskussion um die Ausweitung der Fußgängerzone hat sich Bürgermeister Otto Lukat (SPD) nunmehr festgelegt: Der Rathauschef schlägt dem Stadtrat vor, die Veerßer Straße vom Alten Rathaus bis zur Turmstraße für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Lukat zieht damit seine Schlussfolgerungen aus dem Votum der von ihm eingesetzten Arbeitsgruppe Innenstadt. Deren Mitglieder haben sich in der vorigen Woche mehrheitlich für eine Ausdehnung der Fußgängerzone in die Veerßer Straße ausgesprochen, wobei die „kleine“ Lösung vom Alten Rathaus bis zu den Fünf Propheten die meiste Zustimmung bekam. „Wenn wir verändern, sind wir gut beraten, es richtig zu machen“, begründet er seinen Vorschlag einer „großen“ Lösung.

Am 17. Juni werden die Fachausschüsse die Vorlage der Verwaltung beraten. Ob im Rat am 21. Juni bereits eine Entscheidung fällt, lässt Lukat noch offen. Die Umgestaltung soll noch in diesem Jahr beginnen.

Die Veerßer Straße hatte Fraktionschef Jörg Firus für die FDP bereits zu Beginn der Debatte als Kompromiss vorgeschlagen. Der Dörmter zeigte sich gegenüber der AZ jedoch überrascht, dass die Verwaltung die veranschlagten 200 000 Euro Umbaukosten vom Existenzgründer-Projekt am Schnellenmarkt abziehen will.

„Das war vorauszusehen“, kommentiert CDU-Fraktions-chef Stefan Hüdepohl Lukats Entscheidung. Seine Fraktion werde sich Anfang Juni eine Meinung bilden. „Das wird keine einfache Entscheidung“, meint der Christdemokrat.

„Das überrascht mich nicht“, reagiert der Vorsitzende des Uelzener Handelsvereins, Uwe Schwenke, auf Lukats Vorstoß: „Wir müssen damit leben.“ Die Vertreter des Handels hatten sich zuletzt für die kleine Lösung positioniert. „Sie würde allen Interessen weitestgehend entgegen kommen“, sagt Schwenke. „Wir sehen nicht die Rahmenbedingung für eine große Lösung. Fußgängerzonen werden nur angenommen, wenn sie über Magnetbetriebe verfügen. Der fehlt uns in diesem Bereich“, argumentiert Schwenke und schlussfolgert: „Mit diesem Thema ist der Wahlkampf eröffnet.“

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