Urteil im Bankraub-Prozess

Nach Überfall in Westerweyhe: Mehrjährige Strafen für zwei Mittäter

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Mit einer Schrotflinte bedrohten die Bankräuber die Sparkassen-Angestellten. Jetzt wurden Mittäter verurteilt.

Lüneburg/Uelzen-Westerweyhe. Nach dem Banküberfall auf die Sparkasse in Westerweyhe im Frühjahr 2014 hat das Landgericht in Lüneburg nun zwei weitere Männer, denen Beihilfe zum Raub vorgeworfen wurde, zu Haftstrafen verurteilt.

Bei den beiden handelte es sich um Vater und Sohn von einem der überführten und schon verurteilten Bankräuber. Der Vater soll für 4 Jahre und 11 Monate ins Gefängnis, der Sohn wurde zu einer Strafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Die Männer hatten während des Prozesses eingeräumt, unmittelbar nach dem Banküberfall am 21. März 2014, bei dem Bankangestellte mit einer Schrotflinte bedroht worden waren, Kontakt mit den Tätern aufgenommen zu haben (AZ berichtete). In einem dunkelblauen BMW hätten sie sich auf den Weg gemacht und die flüchtenden Täter auf einem Feldweg getroffen, erklärte der Sohn vor Gericht. Dort habe sich sein Bruder, der als Beteiligter schon im vergangenen Jahr verurteilt wurde, zum Vater ins Auto gesetzt. „Da lagen die Tasche mit der Beute und die Schrotflinte auf dem Rücksitz.“

Wie das Landgericht erklärt, sei der Vater nun wegen schweren Raubes in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz von Schusswaffen verurteilt worden. Im Fall des angeklagten Sohnes befand das Gericht, dass er sich der Beihilfe zum Raub schuldig gemacht hat.

Verteidigt wurde der Vater von der Hannoveraner Rechtsanwältin Dr. Angelika Bode. Sie legte nach dem Urteil inzwischen Rechtsmittel ein. Ihr Mandant sei nicht unmittelbar beim Banküberfall dabei gewesen, deshalb müsse das Urteil noch einmal geprüft werden, sagt Bode der AZ. Der zweite Verurteilte habe die Strafe akzeptiert, so Angelika Bode.

Von Norman Reuter

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