Tarifauseinandersetzung: Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom schlägt der Lokführergewerkschaft Schlichtungsverfahren vor

„Untragbaren Zustand für die Reisenden beenden“

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Tarifauseinandersetzung: Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom schlägt der Lokführergewerkschaft Schlichtungsverfahren vor.

Uelzen. Nach dem Ende des erneuten Lokführer-Streiks haben die drei Eisenbahnunternehmen Metronom, Nord-Ostsee-Bahn und Cantus Verkehrsgesellschaft der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montag ein Schlichtungsverfahren vorgeschlagen. Die GDL kündigte an, diesen Vorschlag gründlich zu prüfen und sich dann dazu positionieren.

Nach der inzwischen zehnten Streikaktion sollte der untragbare Zustand im Interesse der Fahrgäste und der Mitarbeiter beendet werden, begründete die Geschäftsführung des Uelzener Metronom das Schlichtungsangebot. Im Ringen um einheitliche Tarifverträge für alle Lokführer in Deutschland hatte die GDL noch am Sonntag angekündigt, den Arbeitskampf zu intensivieren.

Während der inzwischen zehnten Streikaktion bei den Metronom-Zügen waren seit Freitag 400 Bahnen ausgefallen. Die blau-gelben Züge pendeln auf einem 510 Kilometer langen Streckennetz zwischen Hamburg, Göttingen, Bremen und Cuxhaven. Die Metronom-Gesellschaft hatte ihren Beschäftigten mehr Geld geboten, wollte aber nicht pauschal allen von der GDL verlangten Rahmenbedingungen zustimmen, da diese von der Gewerkschaft mit dem Konkurrenten Deutsche Bahn abgestimmt worden seien.

Die Arbeitskämpfe würden dem Metronom und seiner Entwicklung Schaden zufügen, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Birlin in einer Pressemitteilung. Man hoffe nun mit Hilfe eines neutralen Moderators zu einer für beide Seiten akzeptabblen Lösung zu kommen.

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