Unterstellungen sind „absurd“

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Die geplante Verschwenkung der A-39-Trasse sorgt in der Gemeinde Römstedt für Aufregung; der zunächst bei Secklendorf geplante Rasthof ist jetzt bei Hohnstorf vorgesehen und erfährt dort heftigen Widerstand. Die Nachbargemeinde Altenmedingen weist aber „unausgesprochene Unterstellungen“ zurück, sich diese Vorteile auf unlautere Weise verschafft zu haben.

Altenmedingen - Von Ines Bräutigam. Sie sehen sich im Raume stehenden Unterstellungen ausgesetzt und wollen diese auf keinen Fall einfach so hinnehmen. Deshalb haben die Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Gemeinde Altenmedingen, Werner Marquard, Horst Bichinger und Annette Niemann, eine öffentliche Stellungnahme abgegeben: Hier und da halblaut geäußerte Vorwürfe, die Gemeinde Altenmedingen habe sich bei den Planungen für die A 39 Vorteile zu Lasten der Nachbargemeinden verschafft, weisen die Drei als „absurd“ zurück.

„Bereits sofort nach Bekanntwerden der geplanten Absicht zum Bau der A 39, 2003/2004, haben wir uns aktiviert und organisiert“, erklärt Annette Niemann im Namen des VA. Bei der Kommunalwahl 2006 wählten die Bürger der Gemeinde Altenmedingen elf A-39-Gegner in den Gemeinderat. „Wir haben als Gemeinde nie ein Geheimnis daraus gemacht, wo wir stehen“, so Niemann.

Bei allen Veranstaltungen die Autobahn betreffend seien die Altenmedinger präsent und dadurch immer auf dem neuesten Planungsstand gewesen. Niemann: „Dabei haben wir natürlich auch Anregungen, Bedenken und Ablehnungen ganz deutlich gemacht, bis ins kleinste Detail, wenn es sein musste. Vielleicht wurde dadurch die eine oder andere Verbesserung/Veränderung für unsere Gemeinde erreicht. All diese Möglichkeiten haben die anderen Gemeinden auch gehabt.“

Nach Meinung der Altenmedinger lassen sich eine Tank- und Rastanlage, eine Park- und WC-Anlage und andere Bauwerke nur verhindern, wenn die A 39 gar nicht gebaut wird. „Nicht mehr oder weniger haben wir getan und werden wir auch weiterhin tun“, betonen die Mitglieder des Verwaltungsausschusses. Unterstellungen auf irgendwelche Unregelmäßigkeiten weisen sie energisch zurück.

„Jetzt, wo für einige Römstedter und Hohnstorfer ‘das Kind in den Brunnen gefallen’ zu sein scheint, ja, erst jetzt versucht man durch unausgesprochene Unterstellungen das leidenschaftliche Engagement der Altenmedinger gegen die A 39 zu diskreditieren“, stellen Niemann, Marquard und Bichinger empört fest. „Haben sie denn gehofft, dass sie ‘unbeschädigt’ aus dieser Planungsphase herauskommen?“

Den Rat des Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer (CDU), der jüngst auf einer Informationsveranstaltung in Römstedt vorgeschlagen hatte, die Altenmedinger und Römstedter mögen sich mit ihren Stellungnahmen absprechen, damit sich diese nicht gegenseitig aufheben (AZ berichtete), haben Römstedter wie Altenmedinger zur Kenntnis genommen. Weder die eine, noch die andere Seite hat allerdings bis jetzt das Gespräch gesucht. Die Altenmedinger bleiben in Sachen Autobahn auch so weiter am Ball. Deshalb haben sie für den morgigen Freitag, 21. Januar, um 17 Uhr die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann ins Gasthaus „Zur Linde“ nach Secklendorf eingeladen. Mit ihr soll über die zwischen Altenmedingen und Secklendorf geplante Anschlussstelle und eine Ortsumfahrung Altenmedingens diskutiert werden.

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